FXStreet - Die Langeweile der letzten Wochen ist vorbei: Der Euro brach gegenüber dem US-Dollar aus der Seitwärtsphase und legte in zwei Tagen über 330 Pips zu. Rückenwind erhielt die Einheitswährung vor allem seitens des Greenback, der im FX-Universum deutlich nachgab. Besonders die enttäuschenden US-Daten der letzten Wochen und die „dovishen“ Äußerungen des Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York, William Dudley, lasten stark auf den US-Dollar. Er erklärte, dass die jüngsten Marktturbulenzen den Zinserhöhungspfad der Federal Reserve durcheinander gebracht haben und die Wachstumsaussichten dämpfen. Der stellvertretende Vorsitzende der Federal Reserve, Stanley Fischer, sagte, dass die Notenbank aktuell noch nicht wisse, welche Entscheidung sie im März treffen werde. Alles in allem rechnen die Märkte auf der nächsten Sitzung im März aktuell mit keiner Zinserhöhung, was den US-Dollar zusätzlich unter Druck brachte.

Die US-Währungshüter hatten im Dezember erstmals seit fast zehn Jahren die Geldpolitik gestrafft und die Federal Funds Target Range um 25 Basispunkte erhöht. Dabei stellte die Fed bis Ende 2016 eine Erhöhung des Leitzinses auf 1.375 Prozent in Aussicht. Das Tempo hänge vor allem vom wirtschaftlichen Ausblick und den Konjunkturdaten ab, erklärte Yellen. Inzwischen wird bis Ende 2017 noch nicht einmal mehr mit zwei Zinserhöhungen gerechnet, was in erster Linie aus den Sorgen um den Gesundheitszustand der US-Wirtschaft resultiert. In Reaktion hierauf verzeichnete der US-Dollar markante Kursverluste im FX-Universum und wertete gegenüber dem Euro bis über 1.1200 ab.

Doch dann wurde der Dollar von soliden Arbeitsmarktdaten aus den USA am Ende der Handelswoche unterstützt. Für den Berichtsmonat Januar wurde die Zahl der neu geschaffenen Stellen in der US-Wirtschaft mit 151.000 angegeben, während der Vormonat um 30.000 heruntergeschrieben wurde. Die offizielle Arbeitslosenrate fiel überraschend auf 4.9 Prozent. Durch das solide Stellenwachstum ist die niedrige Partizipationsrate in den USA marginal von 62.6 auf 62.7 Prozent angestiegen. Außerdem sind die Löhne im Monatsvergleich um 0.5 Prozent gestiegen. Experten rechneten nur mit einer Steigerungsrate von 0.3 Prozent. In erster Reaktion darauf fiel der Dollar, aber beschleunigte im Anschluss auf breiter Front, als der überraschende Lohnanstieg die Inflationserwartungen unterstützte, was aktuell das größte Problem für eine Zinserhöhung darstellt.

Hier geht es zum Live-Chart des EUR/USD's

Ich persönlich glaube, dass die moderate Erholung des US-Dollars an diesem Freitag eher etwas mit Gewinnmitnahmen vor dem Wochenende zu tun hatte und das eine nachhaltige Erholung des Dollars noch lange nicht bestätigt ist. In der kommenden Woche werden die Augen auf die Rede von Janet Yellen vor dem Kongress gerichtet sein. Sollte sie die „dovishen“ Äußerungen einiger Fed-Vertreter nicht unterstützen, dann erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer Erholung des US-Dollar.

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Aus technischer Sicht kletterte der Preis endlich über den 20-SMA im Wochenchart, während die technischen Indikatoren ihre Mittellinien nach oben durchschritten haben. Im Tageschart entfernten sich die Indikatoren aus den überkauften Zonen, aber der Preis blieb stabil über den 100 und 200-DMA’s.

Der aktuelle Wochenschlusskurs hält das bullische Szenario aufrecht und die nächsten Widerstände liegen bei 1.1250 und 1.1340. Ein Bruch unter die erste nennenswerte Unterstützung bei 1.1120 dürfte eine tiefere Korrekturbewegung bis zum 200-DMA bei 1.1030 nach sich ziehen. Darunter würde die runde Marke von 1.1000 in den Fokus rücken. 

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