An diesem Wochenende liegt der Fokus auf dem jährlichen Treffen der Zentralbanker in Jackson Hole Wyoming und ausgerechnet FED Präsidentin Janet Yellen fehlt. Anderswo liegt die Aufmerksamkeit noch immer auf den Turbulenzen in China, den fallenden Ölpreisen und den US Daten. Mittlerweile konnten sich die Märkte nach dem „Schwarzen Montag“ beruhigen, aber die Frage bleibt, wie lange hält die Ruhe vor dem nächsten Sturm?
Die US Daten nehmen mittlerweile einen noch größeren Stellenwert ein, als dies in der Vergangenheit der Fall war, insbesondere nachdem einige Federal Reserve Mitglieder meinten, dass die US-Notenbank strikt nach Datenvorgaben handeln wird. Obwohl sich die fundamentalen Rahmenbedingungen kontinuierlich verbessern, gilt es nicht als sicher, ob die Fed tatsächlich im September die US-Zinswende vollziehen wird, da die Inflation noch immer weit unter dem Zielwert der Notenbank liegt. Diese Datenabhängigkeit hält die Investoren in Atem und bereits in der kommenden Woche steht der nächste Klassiker mit den US Nonfarm Payrolls auf der Agenda.
Die Schätzung zum US Bruttoinlandsprodukt für das zweite Quartal konnte die Erwartungen übertreffen. Die US Wirtschaft expandierte mit einer jährlichen Rate von 3.7%, anstelle der im Vormonat veröffentlichte Schätzung von 2.3%. Nächste Woche liegt der Fokus auf dem ISM PMI Produktion, welcher am Dienstag bekannt gegeben wird und am Mittwoch richtet sich die Aufmerksamkeit dem ADP Beschäftigungsbericht. Das Hauptereignis sind zweifelsohne die US Nonfarm Payrolls am Freitag. Wirtschaftsexperten erwarten für August ein Stellenwachstum von 220,000, während die Arbeitslosenquote bei unveränderten 5.3% liegen soll.
Die Europäische Zentralbank ( EZB ) wird am Donnerstag ihr Treffen abhalten. An dieser Stelle wird mit keinen Änderungen gerechnet, so dass das Ereignis schnell zu einem „Nicht-Event“ verkommen könnte.
EUR/USD Charttechnischer Ausblick
Der EUR/USD musste vom Hoch über 1.1700 einen Ausverkauf der besonderen Art hinnehmen und fiel unter das 23.6% Fibonacci-Retracement von 1.3993-1.0462 zurück. Dabei bildete das Paar bis dato ein Tief bei 1.1170 aus.

Aus technischer Sicht korrigieren die Indikatoren im Tageschart ihre überkauften Zonen in Richtung ihrer Mittellinien, während der Wochenchart milde bullische Tendenzen aufweist. Der EUR/USD muss seine Kursgewinne über das besagte Fibonacci Level bei 1.1290 erweitern, um eine Aufwärtsbewegung bis zur 1.1470 und dann 1.1530 zu inszenieren. Damit der Euro die Montaghochs über 1.1700 erneut erreichen kann, benötigt es einen starken unerwarteten Katalysator.
Auf der anderen Seite liegt die nächste starke Unterstützung bei 1.1150/40, während ein Bruch zu weiteren Verlusten bis zur 1.1100 führen kann.
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