- EZB Präsident Mario Draghi sagte vor dem Europäischen Parlament, dass die jüngst wirtschaftliche Entwicklung schwächer als erwartet war
- Der Seitwärtstrend des EUR/USD bleibt unter dem kurzfristigen Dreieck
- Dallas Fed und Kansas City Fed Präsidentin bestätigen die geduldige Haltung, von der vor 2 Wochen bereits der Vorsitzende J. Powell sprach
- Deutsche Inflation bleibt im Dezember stabil bei 1,7 %, Ölpreise belasten
Der EUR/USD notiert kaum verändert im Bereich der 1,1400, während der Handelsoptimismus und die technischen Gegebenheiten für den Greenback sprechen, nach dem EZB Präsident Mario Draghi vor dem Europäischen Parlament sagte, dass die Performance der Eurozonen Wirtschaft schwächer als erwartet ist.
Der EUR/USD bleibt in der Konsolidierungsphase, nach dem er am letzten Freitag unter 1,1500 gefallen war, während es an wichtigen Wirtschaftsdaten fehlt. Der US-Regierung Shutdown hält an. Die wichtigen US Einzelhandelsumsätze werden weiter verschoben, so dass lediglich die Importpreise und das Fed Beige Book veröffentlicht werden.
Die regionalen Fed Beamte bestätigen den „geduldigen“ Umgang mit den Zinsaussichten. Der Kansas City Fed Präsident Esther George und stimmberechtigtes FOMC Mitglied sagte, dass es ein guter Zeitpunkt ist eine Pause einzulegen, wenn es um Zinserhöhungen geht. Der Dallas Fed Präsident R. Kaplan sagte, dass bei den Zinssätzen Geduld gefragt ist und dies ist keine Frage von Monaten oder Wochen, sondern von Quartalen. Kaplan fügte hinzu, dass Geduld nicht zwangsläufig bedeutet, dass es keine weiteren Zinserhöhungen gibt.
Am Dienstag wurden die deutschen Inflationsdaten auf Jahresbasis mit 1,7 % bestätigt, während die Brexit Abstimmung im britischen Parlament zu einer Niederlage der Premierministerin Theresa May führte. Heute wird es zu einem Misstrauensvotum kommen und die Märkte gehen davon aus, dass May dieses gewinnt, da die Konservativen zum aktuellen Zeitpunkt Neuwahlen vermeiden wollen.
Aus technischer Sicht brach der EUR/USD aus seinem Konsolidierungsdreieck nach unten aus, während der Seitwärtstrend intakt ist. Die Abwärtsbewegung des EUR/USD spiegelt die Risikoaversion an den Märkten wieder, welche sich aus einer Verlangsamung der Weltwirtschaft ergibt und davon profitiert der US-Dollar als sicherer Hafen. Der kurzfristige Ausbruch aus der Dreieck Struktur spricht für eine weitere Stärke des US-Dollar.
EUR/USD 30-Minutenchart
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