• EUR/USD unternimmt unter 1,1300 mit Hoffnungen auf ein Handelsabkommen einen Erholungsversuch
  • US Einzelhandelsumsätze stehen am Valentinstag im Fokus
  • Technische Aussichten sind bearish

Der EUR/USD wird unter 1,1300 gehandelt, nach dem das neue 2-Monatstief unter 1,1248 gebildet werden musste, aber das Paar notiert auch nach der Erholung unter den Mittwoch Hochs. Das deutsche Q4 BIP Wachstum liegt bei 0 %. Die Stagnation ist schlechter als das angenommene Wachstum von 0,1 %, nach dem der Wirtschaftsmotor Europas im Q3 ein Wachstum von 0,2 % verzeichnen konnte. Der Silberstreif am Horizont ist das Wachstum auf Jahresbasis, da dieses mit 0,9 % etwas über der Prognose liegt.

Später erwartet uns eine Aktualisierung der Eurozonen BIP Schätzung für das letzte Quartal des vergangenen Jahres. Laut Prognose soll es zu einer Bestätigung des 0,2 % Wachstum kommen, aber auch eine Revision nach unten, kann nach den Daten der größten Volkswirtschaft der Eurozone, nicht ausgeschlossen werden.

Im Gegensatz zu der Deutschen Enttäuschung, konnten die US Daten überzeugen. Das Kern CPI legte im Januar gegenüber dem vorherigen Jahr um 2,2 % zu, was besser war als erwartet. Die Daten könnten eine Fed Zinserhöhung unterstützen. Heute erwarten uns aus dem US Wirtschaftskalender die Einzelhandelsumsätze, die bisher durch den Regierung Shutdown verschoben wurden.

Optimistisch stimmen die Berichte über eine Verschiebung der Deadline für Zölle auf chinesische Importe. Es wäre möglich, dass man sich für die Handelsgespräche zwischen den USA und China bis zu 60 Tage mehr Zeit lässt, wenn bis zum 1. März nennenswerte Fortschritte gemacht werden konnten. Heute wird es Gespräche zwischen US Finanzminister Steven Mnuchin und dem Handelsbeauftragten Robert Lighthizer auf der einen und Chinas PM Liu He auf der anderen Seite geben. Ein Treffen mit Chinas Präsident Xi Jinping ist ebenfalls möglich.

Bisher gab es im Hinblick auf die Beteiligung der chinesischen Regierung an der Wirtschaft und dem Umgang mit geistigem Eigentum keine nennenswerten Fortschritte. Die Ängste, dass es neue US Zölle auf chinesische Importe geben wird, sind mit der Nachricht über eine Verschiebung der Deadline verringert worden.

Was den Regierung Shutdown anbetrifft, so konnten sich Republikaner und Demokraten auf eine Finanzierung der Grenzsicherheit einigen und damit droht vorerst keine weitere Stilllegung.

Im April wird es in Spanien wahrscheinlich zu Neuwahlen kommen. Die PM Pedro Sanchez Minderheitsregierung konnte keinen Haushalt verabschieden und will nun am Freitag das Datum für Neuwahlen bekannt geben. Bislang reagierte der Euro auf die politische Krise in der viertgrößten Volkswirtschaft der Eurozone nicht.

EUR/USD Technische Analyse für den 14. Februar 2019

 

Auf dem 4-Stundenchart bleibt das Momentum fallend, während der Relative Strength Index (RSI) noch über 30 liegt und somit weist er keine überverkauften Bedingungen auf. Das Paar wird unter dem 50-/200-SMA gehandelt, was auf eine negative Entwicklung hindeutet.

Eine Unterstützung liegt mit dem vorherigen 2-Monatstief bei 1,1260, dem neuen Jahrestief bei 1,1248 und dem 2018 Tief bei 1,1215, sowie der 1,1200 und 1,1115.

Das Januar Tief von 1,1200 bietet einen unmittelbaren Widerstand, gefolgt vom Mittwoch Hoch bei 1,1340, dem Swingtief vor einigen Wochen bei 1,1405, an dem sich auch der 200-SMA des genannten Charts befindet.

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