EUR/USD Prognose: Bären dominieren den Handel, Eurozonen Wirtschaft steckt fest


  • Der EUR/USD konsolidiert seine Verluste in einer sich verschlechternden Marktstimmung
  • Wirtschaftskalender hat nicht viel zu bieten und so liegt der Fokus auf den Handelsgesprächen und den Aussichten der Eurozone
  • Der 4-Stundenchart zeigt im EUR/USD überverkaufte Bedingungen

Der Euro Dollar notiert in der unteren Hälfte der 1,1300, nach dem die Verluste ausgebaut werden mussten. Die jüngste Enttäuschung traf die Märkte im Zusammenhang mit den Entwicklungen rund um die Handelsgespräche. US Präsident Donald Trump sagte, dass ein Treffen mit Chinas Präsident Xi Jinping vor dem 1. März unwahrscheinlich ist, was mit der Deadline zur Aussetzung des Handelskriegs kollidiert. Die Regierung ist bereit neue Zölle auf chinesische Importe zu erheben, wenn keine Einigung erzielt wird.

Der Wirtschaftsberater des Präsidenten, Larry Kudlow, sagte, dass man bei den Verhandlungen noch einen weiten Weg vor sich hat. Das Ergebnis war ein Rückgang an den Aktienmärkten. Von der damit einhergehenden Risikoaversion konnten der Greenback und der japanische Yen als sichere Häfen profitieren.

Der Euro leidet noch immer unter der Senkung der Wachstumsprognosen durch die Europäische Kommission. Brüssel senkte die Prognose für das BIP Wachstum im Jahr 2019 von 1,9 % zuvor auf 1,3 %. Die Prognosen für Deutschland wurden auf lediglich 1,1 % und für Italien auf 0,2 % gesenkt.

Die Konjunkturindikatoren waren auch nicht berauschend. Deutschlands Daten enttäuschten den dritten Tag in Folge. Die saisonal bereinigte Handelsbilanz fiel im Dezember auf 13,9 Milliarden €, was schlechter als erwartet war. Der kleine Silberstreif am Horizont ist, dass sowohl die Exporte als auch die Importe zulegten.

Insgesamt überwiegt der wirtschaftliche Abschwung der Eurozone, während es in den USA zu einem soliden Wachstum kommt und dennoch präsentierte die Fed kürzlich einen dovish Twist.

Der Wirtschaftskalender hat heute keine wichtigen Daten zu bieten und so liegt der Fokus auf den Spekulationen zu den Handelsgesprächen und dem Eurozonen Wachstum.

EUR/USD Technische Analyse für den 8. Februar 2019

EUR/USD Technische Analyse

Der EUR/USD weist auf dem 4-Stundenchart eine negative Dynamik auf. Der Relative Strength Index (RSI) liegt knapp unter 30, was für überverkaufte Bedingungen spricht. Der RSI signalisiert, dass es wohl noch etwas dauern wird, bevor es zu einer weiteren Abwärtsbewegung kommt. Eine Erholung ist im Vorfeld möglich.

Eine Unterstützung liegt am Donnerstag Tief bei 1,1320 und in der Nähe befindet sich der Dezember Double-Bottom von 1,1310. Darunter Folgen das 2019 Tief bei 1,1290, ein weiterer Double-Bottom vom Ende des letzten Jahres bei 1,1270 und das 2018 Tief von 1,1215.

Die 1,1360 begrenzte das Paar zum Beginn des Tages und darüber liegen die nächsten Widerstände bei 1,1390 und 1,1405 (Ende Januar zwingt Tiefs), 1,1425 (Unterstützung Anfang Februar) und 1,1435, sowie 1,1450.

Letztendlich bleibt festzustellen, dass sich der EUR/USD in einer sehr schmalen Range bewegt.

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