• Der EUR/USD fiel mit den enttäuschenden Daten der Eurozone
  • Brexit Verlängerung hilft weder dem Pfund noch dem Euro
  • Technische Aussichten sind bearish

Was für einen Unterschied 36 Stunden machen können. Der EUR/USD notierte am späten Mittwoch mit der dovish Fed Entscheidung in der Nähe der 1,1450. Doch scheinbar hat der Greenback inmitten der ganzen Schmutzwäsche die sauberste Weste.

Die USA verfügen noch immer über eine starke Wirtschaft, wovon in der Eurozone nicht besprochen werden kann.

Der Realitätsscheck dem Euro eine kalte Dusche. Der deutsche Markit PMI Produktion fiel mit 44,7 deutlich unter die 50 Punkte Marke und die Prognose von 48. Der Dienstleistung PMI lag mit 54,9 hingegen nur leicht über der Prognose.

Die französischen Daten waren ebenfalls schwach, da beide PMI Sektoren unter 50 liegen. Der Composite PMI liegt bei 48,7, während mit 50,7 gerechnet wurde. Der Composite PMI der Eurozone befindet sich bei 51,3, was gegenüber der erwarteten Lesung von 52, enttäuschend ist.

Diese Ergebnisse für März werden zukunftsweisend sein. Sie signalisieren ein schwaches 1. Quartal und trübe Zukunftsaussichten. Der EUR/USD reagierte mit einem Rückgang unter 1,1300 und die deutschen 10-Jahres Anleiherenditen fielen zum 1. Mal seit 2016 auf 0 %.

Von der Verlängerung des Brexit konnte der Euro kaum profitieren. Die Regierungschefs der Europäischen Union beschlossen den Brexit auf den 12. April zu verschieben. Sollte das britische Parlament dem Deal zustimmen, so wird Großbritannien die Europäische Union am 22. Mai verlassen. Ist dies nicht der Fall, kommt es am 12. April zu einem harten Brexit, oder einer längeren Verzögerung, die zu Neuwahlen oder einem 2. Referendum führen könnte.

Aus dem Wirtschaftskalender erwarten uns heute noch der Markit US Flash PMI für März und die Verkäufe bestehender Immobilien für Februar.

Die Märkte haben weiterhin ein Auge auf den Brexit Entwicklungen und möglicherweise gibt es Nachrichten von der Müller Untersuchung. Der Sonderbeauftragte könnte seine Ergebnisse bereits heute in Washington vorstellen.

EUR/USD Technische Analyse für den 22. März 2019

EUR/USD Technische Analyse 22. März 2019

Der EUR/USD verlor auf dem 4-Stundenchart an positiver Dynamik und es kam zu einem Kursrückgang. Der Relative Strength Index fiel, ist von den überverkauften Bedingungen aber noch weit entfernt. Der starke Rückgang durchbrach den 50- und 200-SMA.

Insgesamt ist festzustellen, dass die Bären das Ruder übernommen haben.

Unterstützungen liegen am neuen Tief von 1,1288, 1,1275, 1,1250 und 1,1220. Widerstände befinden sich am Anfang März Hoch von 1,1310, dem 200-SMA von 1,1325, dem Swingtief von Beginn der Woche bei 1,1340 und der 1,1360.

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