- EUR lässt politische Schlagzeilen Deutschlands hinter sich und überwindet das Freitag Hoch
- Fokus auf EZB Draghi Anhörung zur Geldpolitik

Es war für die Gemeinschaftswährung ein schwerer Start in die neue Handelswoche, da die Koalitionsgespräche in Deutschland am Sonntag scheiterten, nach dem sich die FDP von den Verhandlungen zurückzog. Merkels CDU muss nun eine Minderheitsregierung in Kauf nehmen, da eine andere Koalition unwahrscheinlich ist, oder es kommt zu Neuwahlen. Der EUR/USD fiel zum Beginn des asiatischen Handels zur 1,1722, aber mit dem frühen europäischen Handel konnten die Verluste abgebaut werden, da die aktuellen politischen Probleme Deutschlands kaum Auswirkungen auf die Wirtschaft haben werden.
Die europäischen Aktien fielen zur Eröffnung, aber anschließend kam es zu einer langsamen Erholung, so dass sich der deutsche DAX vom Tagestief aus um über 100 Punkte erholte, wo er aber noch immer einen Verlust verbucht, während der EUR/USD die 1,1800 erreichte.
Der Wirtschaftskalender hat heute nichts zu bieten und so steht die EZB Draghi Anhörung vor dem Ausschuss des Europäischen Parlaments für Wirtschaft und Währung im Fokus. Hier wird er zur jüngsten geldpolitischen Entscheidung der Zentralbank befragt.
Das Paar wird rund um das Freitag Hoch von 1,1800 gehandelt, nach dem es kurz unter das 38,2 % Retracement der 2-wöchigen Rallye von 1,1745 gefallen war. Aber nun findet der Handel wieder am oberen Ende der Range, einige Pips über dem 23,6 % Retracement der gleichen Rallye, statt. Auf dem 4-Stundenchart notiert der Kurs über dem 20-SMA, der seine Aufwärtsstärke verlor und nun horizontal bei 1,1785 liegt. Die technischen Indikatoren steigen und sie sind zurück im positiven Bereich, so dass das Risiko nach oben verlagert ist.
Ein statisch starker Widerstand liegt bei 1,1820/30, wo das Paar in der letzten Woche sein Hoch bildete. Darüber Folgen die 1,1860 und 1,1890, wo das Paar im Oktober mehrfach mit steigendem Verkaufsinteresse zu kämpfen hatte. Kurzfristig bietet das 1,1745 Fibonacci Niveau eine Unterstützung und mit einem Bruch darunter können die Verluste zum Tagestief und in Richtung 1,1705 (50 % Retracement der gleichen Rallye) ausgebaut werden.
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