Trotz neuer Hochpunkte ist die Situation im Euro gegenüber dem Schweizer Franken mit Vorsicht zu genießen. Schnellschüsse, weil die Gemeinschaftswährung nach oben ausgebrochen ist, können nämlich schnell nach hinten losgehen.
Der Grund dafür liegt auf der Hand: die auf täglicher Basis berechneten Indikatoren wie MACD und RSI weisen eine massive bärische Divergenz auf. Diese auseinanderlaufende Entwicklung der beiden Indikatoren deutet in der Regel auf eine nachlassende Dynamik in der Aufwärtsbewegung und damit auf eine heraufziehende Schwächeperiode hin.
Damit aber nicht genug, denn das Paar erzielte neue Hochs, und dies ist ein weiterer Hinweis auf die ungewöhnliche Verfassung, in der sich der EUR/CHF befindet.
Diese Gemengelage bleibt uns wahrscheinlich noch eine Weile erhalten. Denn erst mit einem Unterschreiten der Glättung der letzten 55 Tage bei 1,1684 gerät das Chartbild des EUR/CHF ins Wanken. Solange können neue Hochpunkte nicht ausgeschlossen werden.
Weitere Kursgewinne sind bei einer Stabilisierung oberhalb der psychologisch wichtigen Marke von 1,18 zu erwarten. Danach wäre der Weg in Richtung des durch die SNB im Januar 2015 entstandenen Widerstand bei 1,20 frei. Spätestens hier werden Investoren ihre Longpositionen auflösen.
Eine erste Unterstützung bietet die o.g. gleitende 55-Tage-Linie, welche bei etwa 1,1684 liegt. Ein Bruch darunter bedeutet ein Rückgang auf die Novembertiefs bei 1,1544. Weitere wichtige charttechnische Unterstützungsmarken liegen dann zwischen 1,1390/60 und 1,1260/50.

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