(JK-Trading.com) – Nachdem der DAX, dank des Reversals am US-Markt am Dienstagabend, seine dienstäglichen Verluste ebenfalls hat eindämmen können, war von Erholung am Mittwoch zunächst nichts mehr zu sehen.
Zur Mittagszeit notierte der deutsche Leitindex zwar nahezu unverändert zum Schluss am Dienstag, aber dennoch erneut um 12.300 Punkte. Der Grund für die mangelnde Kauf-Bereitschaft der Marktteilnehmer scheint schnell ausgemacht.
Am Mittwoch wurden zunächst unscheinbar anmutende Einkaufsmanagerindizes für Deutschland veröffentlicht, die allerdings durch die Bank unter der Erwartung des Marktes lagen und Zweijahres-Tiefs markierten. Sehr wahrscheinlicher Grund für die schwachen Konjunkturzahlen: die zähen Brexit-Verhandlungen und die weiter angespannte Lage zwischen Brüssel und Rom.
Wie zerrüttet das Verhältnis hier ist, zeigte gestriges Bild in Straßburg: nachdem die EU-Kommission am Dienstag den italienischen Haushaltsentwurf zurückgewiesen hatte, trat ein Lega-Politiker auf das Podium in Straßburg, nahm die Notizen von Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici und hämmerte mit seinem ausgezogenen Schuh darauf rum.
Das schaut auf den ersten Blick zwar lächerlich aus, deutet auf den zweiten aber auf eine arge Spannung hin, die auch die Finanzmärkte noch länger beschäftigen wird. Ein Fall unter die 11.000er Marke bleibt im DAX infolgedessen jederzeit eine Möglichkeit, unter technischen Gesichtspunkten solange, wie die DAX-Bullen die 11.850/900er Region nicht zurückerobert haben.

Chart erstellt mit Guidants
Analyse geschrieben von Jens Klatt, Gründer von Jens Klatt Trading
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