Das Zusammenspiel aus einer sich abschwächenden Weltwirtschaft und Zentralbanken, die bereit sind, darauf mit einer lockereren Geldpolitik zu reagieren, sollte Gold und Silber im kommenden Jahr stützen, meinen die Experten der CPM Group. Darüber hinaus dürften die Notenbanken auch weiterhin Gold kaufen, um ihre Reserven auszubauen, hieß es in einem Interview mit Kitco News.
Laut der CMP Group sei die Unsicherheit an den Märkten angesichts der „dysfunktionalen“ Politik in den USA und in geringerem Ausmaß auch in Europa groß. Gleichzeitig gehen die Experten davon aus, dass sich die Weltwirtschaft 2020 abschwächen wird und glauben, dass die Zentralbanken weiterhin dafür offen sind, ihre Geldpolitik zu lockern, sollte das nötig werden.
Eine Kombination aus all diesen Faktoren könne deshalb den Goldpreis stützen, wobei man bei der CPM Group nicht von einem drastischen Anstieg ausgeht. Vielmehr erwarten die Analysten einen schrittweisen Anstieg auf einige der Hochs dieses Jahres und vielleicht darüber hinaus in den Bereich von 1.580 USD pro Unze.
Die CPM Group sagt für 2020 einen mittleren Goldpreis von 1.540 USD pro Unze voraus nach einem erwarteten Durchschnittswert von 1.395 USD für das laufende Jahr. Das Hoch erwartet man bei 1.580 USD pro Unze, möglicherweise auf Grund von geopolitischen Ereignissen mit einem Ausbruch auf 1.600 USD.
Ein wichtiger, stützender Faktor für den Goldpreis dürfte den Experten zufolge die Nachfrage von Seiten der Notenbanken bleiben. Die CPM Group prognostiziert, dass die Zentralbanken 2019 netto 20 Mio. Unzen Gold kaufen werden und erwartet für das kommenden Jahr einen vergleichbaren Anstieg, da die Notenbanker daran interessiert seien, weiter aus Euro und US-Dollar zu diversifizieren.
Silber sollte nach Ansicht der Experten 2020 Gold im Großen und Ganzen folgen. Der Silberpreis tendiere dazu, zu Beginn einer langfristigen Rallye schwächer zu performen als Gold, was die CPM Group auch – in einem gewissen Ausmaß – 2020 erwartet. Man glaube aber, dass beide Metalle im Verlauf des kommenden Jahres steigen würden.
Die Experten rechnen damit, dass der Silberpreis 2020 im Durchschnitt 17,60 USD pro Unze betragen wird nach 16,20 USD je Unze im laufenden Jahr. Allerdings sei der Silberpreis schwer vorherzusagen, da er sehr volatil sei.
Auch von Palladium erwartet die CPM Group im nächsten Jahr eine starke Performance, wenn auch in geringerem Ausmaß als in vergangenen Jahren. Hier rechnen die Experten mit einem Durchschnittspreis von 1.780 USD pro Unze im kommenden Jahr, was um 17% über dem Mittelpreis des Jahres 2019 liege. Platinum soll der CPM Group zufolge 2020 im Durchschnitt 915 USD je Unze kosten.
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