Der australische Goldexplorer De Grey Mining (WKN 633879 / ASX DEG) wartet zu Wochenbeginn gleich mit zwei interessanten Neuigkeiten auf. Zum einen meldete man die Entdeckung von zwei hochgradigen Golderzgängen unterhalb der Tagebaugrube Withnell, Teil des Goldprojekts Pilbara. Zum anderen gab man den Beginn der Entnahme von Großproben bekannt, mit denen man die auf dem Projekt befindlichen Konglomeratgoldvorkommen bestätigen will.

De Grey führte auf dem Withnell-Gebiet so genannte Infill-Bohrungen (Bestätigungsbohrungen) durch und konnte damit unmittelbar unter der Tagebaugrube Withnell gleich zwei hochgradige Erzgänge bestätigen.

Im Erzgang 1 stieß man unter anderem auf 4,85 Meter mit 8,46 Gramm Gold pro Tonne (g/t Au) einschließlich 0,35 Metern mit 70,4 g/t Au sowie auf 5,6 Meter mit 5,24 g/t Au einschließlich 0,95 Meter mit 21,3 g/t Au. Hinzu kamen 1,4 Meter mit 20,05 g/t Au sowie 4,8 Meter mit 6,63 g/t Au einschließlich 1 Meter mit 22,78 g/t Au.

Der zweite Erzgang erbrachte unter anderem 3,8 Meter mit 6,85 g/t Au sowie 7,97 Meter mit 7,48 g/t Au einschließlich 2,5 Meter mit 14,52 g/t Au.

Damit hat De Grey im Withnell-Gebiet nun ein großes Goldsystem mit mehreren hochgradigen gestapelten Erzgängen nachgewiesen, das zudem zur Tiefe und im Streichen offen bleibt. Die Ergebnisse von weiteren sechs Kernbohrungen stehen noch aus und sollten weitere Details zu diesem spannenden Fund liefern.

Schon in der Vergangenheit hatte das Unternehmen in Erzgang 1 unter anderem

- 9,7 Meter mit 4,82 g/t Au
- 3,0 Meter mit 16,0 g/t Au
- 7,3 Meter mit 5,37 g/t Au
- 2,7 Meter mit 10,81 g/t Au
- 12,5 Meter mit 5,13 g/t Au und
- 3,1 Meter mit 8,37 g/t Au erbohrt.

De Grey hat im Zielgebiet Withnell bereits eine Ressource von 377.300 Unzen Gold nachgewiesen vermutet dort aber noch wesentlich größere Vorkommen. Das Unternehmen hat ein Untertageexplorationsziel unmittelbar unterhalb der bestehenden Ressource von 2,6 Mio. Tonnen - 3,5 Mio. Tonnen mit 4,0 g/t bis 6,5 g/t Au für 330.000 - 720.000 Unzen Gold ausgegeben. (Ein solches Explorationsziel ist allerdings konzeptioneller Natur und keineswegs mit einer Ressourcenschätzung zu vergleichen.)

Laut De Greys Andy Beckwith, zuständig für die Explorationsprogramme des Unternehmens, wird man sich nun auf die Fortsetzung der so genannten Step-out-Bohrungen (Bohrungen zur Erweiterung der bekannten Vererzung) konzentrieren, um die Ausdehnung der hochgradigen Erzgänge sowohl in Fall- als auch in Streichrichtung zu definieren. Denn nach Ansicht von Herrn Beckwith besteht hier großes Potenzial die Ressourcen wesentlich zu erhöhen und die Wirtschaftlichkeit des Projekts durch Hinzufügung eines hochgradigen Untertagebaus zu steigern.

De Greys Goldprojekt Pilbara liegt rund rund 60 Kilometer südlich von Port Hedland in Western Australia in der Region Pilbara, die im Zentrum eines neuen Goldrausches steht, den die Entdeckung von zahlreichen Goldnuggets durch Novo Resources (WKN A1JG38) auslöste.

Auch De Grey konnte solche Konglomeratgoldvorkommen und zahlreiche Nuggetfunde von seinem Projektgebiet melden. Auch wenn das Unternehmen bereits eine Ressource von 1,2 Mio. Unzen Gold in Gestein nachgewiesen hat, könnten weitere solcher Funde bzw. der Nachweis wirtschaftlich einträglicher Konglomeratgoldvorkommen einen zusätzlichen „Bonus“ für das Pilbara-Projekt bedeuten.

Deshalb hat De Grey nun ein umfassendes Explorationsprogramm auf dem Gebiet Loudens Patch angestoßen, in dem das Unternehmen bereits mehr als 200 Goldnuggets entdeckt hat. Dazu gehören geologische Kartierungen, die Ziehung von Schürfgräben sowie die Entnahme von detaillierten Großproben.

Nachdem die ersten Gräben auf Loudens Patch gezogen wurden, wird De Grey diese Arbeiten in den Gebieten Jarret Well und Steel Well fortführen, wo man erheblich mächtigere Konglomerateinheiten entdeckte. In diesem 12 Kilometer langen Zielgebiet wurde unter anderem Freigold entdeckt, das in mit diesen Einheiten assoziierten Wasserläufen aufzufinden ist. Auch auf Jarret und Steel Well hatte De Grey, wenn auch in geringerem Umfang, Goldnuggets entdeckt.

Um die zwischen 50 und 500 Kilogramm umfassenden Großproben schneller bewerten zu können, innerhalb von Wochen statt Monaten, hat De Grey zudem vor Ort bereits einen kleinen Mahl- und Schwerkraftverarbeitungskreislauf eingerichtet.

De Grey ist also gleich zweifach gut positioniert, um weitere Aktionärswerte zu schaffen. Zum einen verfügt man auf dem Pilbara-Projekt bereits über eine Ressource von mehr als 1,2 Mio. Unzen Gold, die angesichts der jüngsten Bohrergebnisse von den zahlreichen Zielzonen noch deutlich steigen dürfte. Und zum anderen könnten sich die Konglomeratgoldvorkommen auf dem Projekt für das Unternehmen noch als „Tüpfelchen auf dem i“ erweisen. Denn um die bekannten Goldvorkommen zu verarbeiten, müsste De Grey ohnehin eine Aufbereitungsanlage errichten, auf der dann auch diese Vorkommen – vermutlich – einfach und kostengünstig verarbeitet werden könnten.

Die Nachricht zum Beginn der Großprobenentnahme auf Loudens Patch veröffentlichte De Grey übrigens erst nach Börsenschluss in Australien. Man wird sehen, wie der australische Markt darauf reagiert.


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