Die Aufhebung von Strafzöllen auf Agrargüter in Nordamerika sorgt zum Start in die neue Woche für gute Stimmung an der Börse. Nach ersten Spekulationen in der vergangenen Woche kam nun die offizielle Bestätigung aus dem Weißen Haus: Mexikanische und kanadische Landwirte können ab sofort ihre Produkte wieder ohne Strafzölle in die USA verkaufen und umgekehrt.
Am Freitag wird der Handelsberater des Weißen Hauses auf den japanischen Wirtschaftsminister treffen, um dort über den Handel zu sprechen. Einen neuen Termin, wann die Amerikaner ihre Gespräche mit China fortsetzen, gibt es hingegen nicht – aber das weiterhin eher konstruktive Verhalten des US-Präsidenten in Sachen Welthandel lässt die Sorgenfalten auf den Stirnen der Investoren, die sich vor einem Handelskrieg fürchten, zumindest nicht größer werden.
So bleibt auch der Deutsche Aktienindex gut unterwegs. Der Index ist über den Widerstand von 12.180 Punkten ausgebrochen, der erneute Test dieser Marke ist am Freitag erfolgreich verlaufen. Technisch betrachtet ist dies eine konstruktive Ausgangslage für einen weiteren Anstieg bis in die Region von 12.500 Punkten.
Unter Beobachtung der Anleger steht weiterhin der chinesische Yuan. Das Mehrjahreshoch liegt bei gut sieben Yuan pro einem US-Dollar. Einerseits ist China zwar daran interessiert, dass der Yuan schwächer wird, um die Belastungen zusätzlicher Strafzölle der Amerikaner auszugleichen. Andererseits aber dürfte die Notenbank einen Währungsverfall im Stil der türkischen Lira mit aller Kraft versuchen zu verhindern. Denn niemand will in Peking, dass Investoren wegen der amerikanischen Handelspolitik China verlassen, weil sie um die Stabilität der Währung fürchten müssen. Ein chinesischer Währungscrash könnte weltweit Probleme verursachen.
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