Erneut ist der Deutsche Aktienindex an der wichtigen Marke von 18.200 Punkten angekommen. Ein Sprung darüber würde das charttechnische Bild deutlich aufhellen. Auch an der Wall Street hat der S&P 500 seine 50-Tage-Linie wieder zurückerobert und nährt damit Hoffnungen, dass sich die Aktienkurse in New York nach ihrem jüngsten Zinsschock zumindest stabilisieren können. 

Das unterdurchschnittliche Handelsvolumen ist jedoch ein Warnzeichen. Normalerweise nimmt an einer echten Erholung die große Mehrheit der Investoren teil. Die neuen Zinshoffnungen scheinen aber nur eine relativ kleine Gruppe zu begeistern, die für den Moment aber noch das Kursgeschehen bestimmt.

Die Arbeitsmarktdaten aus den USA haben die Hoffnungen wiederbelebt, dass die Zinswende vielleicht doch noch vor den Präsidentenwahlen am 5. November eingeleitet wird. Die Anleger hoffen, dass die jetzt noch hohen Zinsen die US-Wirtschaft in den kommenden Monaten ausreichend abkühlen werden, um so das Zwei-Prozent-Inflationsziel der Fed zu erreichen. 

Die Diskussion über die Stärke der amerikanischen Volkswirtschaft hat sich wieder auf die beiden Varianten weiche oder harte Landung zurückverlagert, nachdem lange Zeit über die Möglichkeit einer gänzlich ausbleibenden Abkühlung diskutiert wurde. Das bringt auch die Zinssenkungsfantasie wieder zurück. 

Von dieser Wiederbelebung profitieren chinesische Aktien, weil die Bewertungen dort viel niedriger sind als an der Wall Street. Außerdem gibt es neue Spekulationen darüber, dass die chinesische Regierung bald neue Maßnahmen ergreifen wird, um den angeschlagenen Immobiliensektor anzukurbeln.

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