(JK-Trading.com) – Der DAX ist holprig in die neue Woche gestartet, das anhaltende Tauziehen um einen Brexit-Deal und die durch das Landtagswahlergebnis in Bayern fragiler gewordene politische Umfeld auf Bundesebene, lassen kaum Zeit zum Durchschnaufen.

Am frühen Nachmittag hellte sich das Bild allerdings ein wenig auf, der deutsche Leitindex drehte ins Plus. Wir sind allerdings weit davon entfernt von einer Entspannung zu sprechen.

Das aktuelle Marktumfeld ist regelrecht prädestiniert für eine Bärenmarktrallye, jederzeit sind neue Hiobsbotschaften zu erwarten, sei es um das Scheitern der Brexit-Verhandlungen, ein Auseinanderbröckeln der großen Koalition in Berlin oder Tweets des US-Präsidenten Trump, der zu erneuten, stärkeren Schwankungen am US-Zinsmarkt führt.

In Zahlen ausgedrückt: jede Gegenbewegung im DAX baut auf einem sehr fragilen Fundament und sollte sehr skeptisch beäugt werden. Kommt es kurzfristig zu einer Rückeroberung der 11.700, sind zeitnah weitere Aufschläge bis 11.880/900 Punkte, eventuell gar 12.000 Punkte denkbar.

Nichtsdestotrotz: nicht nur dass das fundamentale Bild im DAX über die letzten Monate arge Risse erhalten hat und mit der Aussicht auf eine sich geldpolitisch ab Januar 2019 zurücknehmende EZB kein Übertünchen dieser Risse mittels zur Verfügung gestellter EZB-Liquidität zu erwarten ist.

Auch technisch haben die Bären im DAX auf Tagesbasis unterhalb der 200-Tagelinie, derzeit verlaufend um 12.500 Punkte weiter klar das Zepter in der Hand.

 

Chart erstellt mit Guidants

 

Analyse geschrieben von Jens Klatt, Gründer von Jens Klatt Trading

 

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