Die aktuelle Rally am Aktienmarkt wird spätestens mit den heute Nachmittag in den USA veröffentlichten Zahlen zum Arbeitsmarkt einer ernsten Belastungsprobe unterzogen. Das gleiche gilt für die Einschätzung der Regierung Biden, die US-Wirtschaft befände sich wegen der Stärke des Arbeitsmarktes noch nicht in der Rezession. Wenn der Arbeitsmarkt in den nächsten Monaten schwächer wird, dürfte auch die Angst im Markt zurückkehren, die Federal Reserve könnte mit ihren schnellen Leitzinsanhebungen eine harte Landung der US-Wirtschaft samt Rezession ausgelöst haben. 

Am US-Rentenmarkt ist man sich dessen bereits gewiss: Die Renditekurve ist so stark invertiert wie zuletzt vor fast 22 Jahren. Damals folgte auf einen ersten Rutsch im US-Technologieindex Nasdaq 100 um rund 32 Prozent ein weiterer Rutsch um 75 Prozent, bevor im Oktober 2002 ein belastbarer Boden gefunden wurde. Die aktuelle Erholung der Aktienkurse ist also trügerisch, wenn zeitgleich der fundamentale Unterbau des Marktes wegzubrechen droht. Daher ist es verständlich, dass alle Augen auf die heutigen Arbeitsmarktdaten gerichtet sind. Makrodaten sind jetzt wichtiger denn je.

Für den Deutschen Aktienindex war gestern kurz unter 13.800 Punkten erst einmal Schluss. Die Daten heute Nachmittag dürften auch darüber entscheiden, ob die Reise nun weiter Richtung 14.000 Punkte geht oder die Bärenmarktrally erneut ein Ende findet. 

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