Der Deutsche Aktienindex kann bislang die 12.000er Marke verteidigen. Das ist eine respektable Leistung der Käufer, die angesichts der Unsicherheit in Sachen Handelskonflikt weiter bei deutschen Aktien bereit sind zuzugreifen. Es ist die Tatsache, dass beide Parteien in Washington noch immer am Verhandlungstisch sitzen und die Gespräche weiterlaufen. Die Hoffnung auf eine Einigung in letzter Minute ist noch nicht gestorben, auch wenn technisch die höheren Strafzölle an diesem Morgen in Kraft getreten sind. 
 
Kleines, aber nicht unwichtiges Detail: Die neuen Strafzölle gelten nur für Waren, die seit 6 Uhr heute Morgen chinesische Häfen in Richtung der Vereinigten Staaten verlassen haben. Die alten Strafzölle im vergangenen Jahr galten für alle Waren, die ab einer gewissen Uhrzeit an amerikanischen Häfen anlandeten. Damit wirkten diese nicht mit Zeitverzögerung, sondern sofort. Hier verbirgt sich jetzt die Hoffnung, dass über die nächste Zeit der Gesprächsfaden eben doch nicht abreißen wird, sondern dass man immer weiter versuchen wird, an einer Lösung zu arbeiten. 
 
Für den DAX wäre es normal, dass er nach dem starken Anstieg seit Jahresbeginn mal um fünf Prozent korrigiert. Das wäre ein Rückgang auf 11.800 Punkte und dort liegt ungefähr auch die 200-Tage-Linie.

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