3.000 Punkte – auch wenn der amerikanische S&P 500 die Schallmauer zwar durchbrach, aber sie bis zum gestrigen Handelsschluss nicht halten konnte, sieht alles danach aus, als würde die Wall Street jetzt den Ausbruch aus ihrer anderthalb Jahre andauernden Seitwärtsphase schaffen und damit auch den nun schon eine Dekade andauernden Bullenmarkt fortsetzen können. Es wird am 31. Juli eine Zinssenkung in den USA geben, so viel ist nach der gestrigen Rede von Fed-Chef Powell sicher. Und die Statistik belegt: jedes Mal, wenn die Zinsen gesenkt wurden, ohne dass sich die USA in einer Rezession befanden, führte dies am Aktienmarkt übergeordnet zu Kursgewinnen.
Aber auch wenn das geldpolitische Versprechen in New York noch so laut gefeiert wurde, die Frankfurter Börse ließ und lässt sich auch heute Morgen von der Partystimmung nicht so recht anstecken. Der Deutsche Aktienindex hat Mühe, die Marke von 12.400 Punkten zu verteidigen, dem Niveau, dass er vor dem G20-Gipfel schon erreicht hatte. Es sieht also alles danach aus, als würde Deutschland ein weiteres Mal den Anschluss verlieren, und zwar nicht nur mit Blick auf die Kurstafel in Frankfurt.
US-Unternehmen haben im ersten Quartal weitere 100 Milliarden Dollar in die Vereinigten Staaten zurück überwiesen, womit sich die gesamte repatriierte Summe seit der Steuerreform auf die unglaubliche Summe von 876 Milliarden Dollar angehäuft hat. Und die Unternehmen führen weiteres Geld aus dem Ausland in die USA zurück, da Präsident Trump ein Steuerversprechen abgegeben hat.
Das ist der Grund, warum der Dollar trotz der Erwartung fallender Zinsen am US-Anleihenmarkt immer noch so fest ist. Das aber ist auch der Grund, warum der DAX vor sich her dümpelt, während die Wall Street fröhlich auf neue Rekordhochs springt. So etwas hat es noch nie gegeben. Wir laufen Gefahr, ein weiteres Mal in Deutschland und Europa von den USA abgehängt zu werden. Einmal mehr könnten uns die Amerikaner wie vor 35 Jahren vormachen, wie man eine Volkswirtschaft dynamisiert und gleichzeitig zur Konjunkturlokomotive der Welt macht.
14 der weltweit 20 innovativsten Firmen kommen aus den USA. Wir belegen zwar mit Siemens Platz 21, das aber ist ein Armutszeugnis für die deutsche Wirtschaft. Die Steuerreform der US-Regierung bringt der Weltwirtschaft jahrelanges Wachstum. Aber diesmal will Trump das Ausland für die Kosten bezahlen lassen. Deshalb hat er sich die Chinesen vorgeknöpft, die ansonsten am stärksten vom wachsenden Konsum der amerikanischen Verbraucher profitiert hätten, noch stärker als wir. Diese Nuance in der Steuer- und Wirtschaftspolitik Washingtons bezeichnete der Chef der US-Notenbank gestern als Gegenströmung, die es gilt, entschieden zu bekämpfen.
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