DAX und nukleare Spannungen zwischen den USA und Russland im Fokus

(JK-Trading.com) – Der DAX ist erstaunlich stabil in die neue Woche gestartet, trotz weiter bestehender Unsicherheit um den italienischen Haushalt für 2019 und eines sich erneut abkühlendes Verhältnisses zwischen den USA und Russland.

Ganz besonders im Hinblick auf Trumps Äußerungen übers Wochenende zu prüfen, den seit 1987 bestehenden INF-Vertrag aufzukündigen, ist die Vorstellung im DAX beeindruckend.

Nach diesem INF-Vertrag haben sich die USA und die Nachfolgestaaten der Sowjetunion zur Abschaffung aller landgestützten, nuklear bestückbaren Mittelstreckenraketen mit Reichweiten zwischen 500 und 5500 Kilometern verständigt.

Abzuwarten bleibt nun, was die Gespräche zwischen US-Sicherheitsberater Bolton und Russlands Außenminister Lawrow liefern. Jegliche Spekulation über einen erneuten Rüstungswettlauf zwischen Ost und West wären ein weiterer Stein im sowieso schon schwer gefüllten Rucksack, den der DAX zu schleppen hätte.

Die anhaltenden Brexit-Verhandlungen, der italienische Haushalt anziehend US-Zinsen und jetzt auch noch wiederaufkeimende Sorgen um einen erneuten Kalten Krieg – die Vorzeichen für eine Jahresendrallye im DAX sind alles andere als positiv.

Vermutlich können die DAX-Bullen froh sein, wenn sie das erste Jahr mit negativem Vorzeichen seit 2011 oberhalb von 11.000 Punkten beschließen…

Rein technisch bleibt es auf jeden Fall dabei, dass sich das Bild im DAX erst mit einer Rückeroberung der 12.500er Marke und in diesem Zusammenhang der 200-Tage-Linie aufhellen würde und den DAX-Bären der Wind aus den Segeln genommen würde.

 

Chart erstellt mit Guidants

 

Analyse geschrieben von Jens Klatt, Gründer von Jens Klatt Trading

 

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