(JK-Trading.com) – Der DAX ist am Mittwoch zunächst stark unter die Räder gekommen, notierte zur Mittagszeit deutlich mehr als ein Prozent im Minus.
Der Grund für die Abschläge war schnell ausfindig gemacht: im Handelsstreit zwischen den USA und China wurde die nächste Eskalationsstufe erreicht, die US-Regierung legte eine Liste mit weiteren Waren im Wert von 200 Milliarden US-Dollar vor, auf die neue Strafzölle erhoben werden könnten.
Die Betonung liegt allerdings auf „könnte“. Man sollte nicht vergessen, dass Trump erst vor kurzem twitterte, dass es keine harschen Maßnahmen gegen China nach den ersten Strafzöllen geben werde. Und diese Skepsis, ob tatsächlich Strafzölle in dieser Größenordnung zu erwarten wäre, spiegelt sich auch im DAX-Kursverlauf wider.
Nach schärferen Abschlägen zur Markteröffnung am Morgen und einem Rutsch unter die 12.500er Marke, begann sich der DAX in den Mittag hinein bereits zu stabilisieren.
Zwar blieb eine stärkere Gegenbewegung aus, nichtsdestotrotz deutet die abnehmende Abwärtsdynamik darauf hin, dass die Marktteilnehmer eine weitere Eskalation im Handelsstreit zeitnah nicht erwarten.
Rein technisch würde sich das Bild übrigens kurzfristig erst mit einem signifikanten Fall unter die 12.400er Marke eintrüben, dann allerdings gleich deutlich und ein zeitnaher Test der psychologisch wichtigen 12.000er Marke würde sehr wahrscheinlich.

Chart erstellt mit Guidants
Analyse geschrieben von Jens Klatt, Gründer von Jens Klatt Trading
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