Störfeuer aus dem Weißen Haus im Handelsstreit mit China bleiben aus, im Mittleren Osten bleibt es nach den Anschlägen in Saudi-Arabien ruhig und selbst in den festgefahrenen Brexit-Prozess kommt jetzt scheinbar Bewegung. Zudem haben die Notenbanken das getan, was die Börsen von ihnen erwartet hatten, aber eben auch nicht mehr.
Es sieht alles danach aus, als hätten die Anleger schon in der Rally der vergangenen vier Wochen ihr gesamtes Pulver verschossen, als sie in der Hoffnung auf die Lösung aller Probleme und geldpolitische Geschenke schon jede Menge Vorschusslorbeeren verteilt haben.
So liegt auch hinter dem deutschen Aktienmarkt eine Woche der Konsolidierung und Neusortierung nach einem Plus von fast neun Prozent seit Anfang September. Aber heute ist Hexensabbat, dreifacher Verfallstag an den Terminbörsen. Es kann deshalb gut sein, dass sich der Markt entweder heute Nachmittag oder dann spätestens in der kommenden Woche aus seiner recht engen Handelsspanne zwischen 12.300 und gut 12.450 Punkten löst und wieder Fahrt in die eine oder andere Richtung aufnimmt. Und dass die Reise weiter nach oben gehen könnte, dafür stehen die Chancen nicht schlecht.
Denn noch gibt es viele Investoren, die bislang nur Zuschauer der Rally waren und auf eine Gelegenheit zum Einstieg warten. Da könnte sich einiges an Nachholbedarf entfalten, wenn die Kurse eben nicht mehr zurückkommen, sondern weiter steigen. Der Deutsche Aktienindex ist in dieser Woche nicht unter 12.294 Punkte gefallen. Damit bleibt das Verkaufssignal aus und Markt aus technischer Sicht jederzeit in der Lage, nach oben auszubrechen. Der zu knackende Widerstand liegt dafür bei 12.465 Zählern.
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