Alles was im Deutschen Aktienindex unter 12.700 Punkten passiert, ist den kurzfristigen Akteuren an der Börse zu verdanken. Spekulative Anleger nutzten am gestrigen Feiertag die kleinen Gewinne im DAX über 12.700 Punkten, um sofort wieder Gewinne einzustreichen.

Technisch betrachtet bleibt der DAX unter dieser Marke im Korrekturmodus. Ein instabiler Trading-Markt in der Spanne zwischen 12.500 und 12.700 Punkten ist der Status Quo für den Moment. Langfristig orientierten Investoren fehlen derzeit die Impulse, um daraus weitere Kurssteigerungen ableiten zu können.

Die Wall Street springt dagegen auf neue Rekordhochs und profitiert vom schwachen Dollar und an nachlassenden Zinsängsten. Das Poltern von US-Präsident Trump außerhalb der USA stört die Börse nicht. Im Gegenteil: Zur Abwechslung werden Aktien mal gekauft, weil Trump aus dem Haus ist und keinen Schaden in den eigenen vier Wänden anrichten kann.

Der DAX hingegen wird gebremst von der Aussicht, dass der Euro stark bleiben und die Europäische Zentralbank möglicherweise bald eine restriktivere Politik fahren könnte. Für den DAX könnte also die Stärke der europäischen Wirtschaft, die lange gefeiert wurde, zum Belastungsfaktor werden.

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