Betrachtet man die Unternehmenszahlen der SAP gibt es hier keinen Grund, warum SAP mal wieder fallen sollte. Auch im Chart steht sie auf allen Ebenen auf grün, warum rede ich dann aber von einer Pause?
Das Gute an der Charttechnik ist, dass wir unabhängig der Nachrichtenlage und Unternehmensentwicklung anhand sich wiederholender Muster ableiten können, ob sich Wahrscheinlichkeiten für bestimmte Bewegungsfolgen erhöhen oder verringern. Denn letztendlich entsteht die Kursbildung durch Angebot und Nachfrage und eben genau diese bestimmen sich durch menschliche Entscheidungen, durch menschliche Triebe oder durch Maschinen die von Menschen programmiert wurden. Der Mensch als solcher bekommt aber von Generation zu Generation Verhaltensmuster vererbt, die eben genau diese Entscheidungen und Einflussnahme auf Angebot und Nachfrage bestimmen. Aus genau diesem Grund, ziehe ich immer und immer wieder charttechnische Grundsätze zur Analyse heran und leite daran Prognosen und Szenarien ab.
Bei SAP zeigen sich nun diverse Sachverhalte auf, die für eine Pause der Kursentwicklung sprechen. Hier zwischen 95 Euro und 97,50 Euro bildet sich eine wichtige charttechnische Widerstandszone, die die SAP erst einmal, durch eine Korrektur, zur Pause zwingen sollte. Diese Korrektur sollte im ersten Schritt das Kursniveau bei 80 Euro erreichen und nach einer kurzen Zwischenerholung dann bis 68 Euro ziehen. Unterstützt wird dies durch den massiv überkauften Zustand (siehe rote Kreise im Chart). Betrachtet man den Chart über einen längeren Zeitraum, zeigt sich auf, dass die SAP normalerweise Übertreibungen dieser Art recht zügig abbaut. Die letzte vergleichbare Übertreibung führte 2005/2006 zu einem kräftigen Rücksetzer, bei dem sich der Kurswert mehr als halbierte.

Chartdarstellung: XETRA-Monatschart SAP seit 1999
Es muss dem aber hinzugefügt werden, dass sich die SAP-Aktie momentan im völlig intakten Aufwärtstrend befindet. Man sollte daher erste Trendumkehrsignale auf Tagesebene abwarten um sich dem Szenario anzuschließen. Auch die Dauer der Übertreibung ist so gesehen nur indikativ, noch nicht aber signalgebend. Ich werde die SAP daher nun enger im Blick behalten und ggf. einen längerfristigen Short einplanen, wenn sich die ersten Verkaufssignale bilden. Ebenso sollte der Anlagehorizont berücksichtigt werden. Grundlage der Analyse ist der Monatschart, demzufolge ist das Szenario auch auf ein bis zwei Jahre ausgelegt.
Was mit unserem Dax passiert, wenn die Leitkuh nun beginnt einen größeren Rücksetzer zustarten, lasse ich mal einfach so im Raum stehen 😉
So na dann wünsche ich Gutes Gelingen!
Martin
Eine Chartanalyse von Martin Neick alias DrMartin Kawumm.
Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte. Der Autor erklärt, dass er zum Zeitpunkt der Analyse im Besitz von in der Analyse erwähnten Finanzinstrumenten ist und weist auf den bestehenden Interessenkonflikt hin. Weiterhin spiegelt der Inhalt des Beitrags die persönliche Meinung des Autors wieder. Dieser übernimmt für die Richtigkeit und Vollständigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus. Dieser Beitrag stellt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar, er dient rein zur Erläuterung charttechnischer Analyseansätze.
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