Der deutsche Aktienmarkt stabilisiert sich. Die USA versuchen wieder bessere Stimmung zu verbreiten. Bis zum Inkrafttreten der neuen Strafzölle verbleiben noch gut drei Wochen Zeit. Bis dahin kann noch viel passieren.
Die Zölle der Chinesen gelten erst ab 1. Juni. Das ist auch ungefähr der Zeitpunkt, an dem die ersten Frachter aus China mit Waren, die mit höheren Zöllen belegt werden sollen, an amerikanischen Häfen ankommen werden. Es existiert jetzt also ein Zeitfenster, in dem noch eine Lösung des Konflikts gefunden werden kann. Daraus speist sich die neuerliche Hoffnung der Anleger. Während diejenigen, die an keine Lösung mehr glauben, nach der plötzlichen Eiszeit zwischen den USA und China ihre Konjunkturerwartungen senken und Aktien verkaufen.
Der Bitcoin ist seit dem Tief im Herbst vergangenen Jahres wieder um über 150 Prozent gestiegen. Dahinter dürften vor allem chinesische Käufer stecken, die sich in der Kryptowährung eine Absicherung gegen den Absturz des Yuan versprechen. Denn Chinas Regierung hat einen Vorteil im Handelsstreit: Es hat die volle Kontrolle über seine Währung und kann diese abwerten, um den Effekt der amerikanischen Strafzölle vollständig zu kompensieren. Und es ist davon auszugehen, dass Peking genau das tun wird. In den vergangenen vier Tagen hat der Yuan bereits 3,5 Prozent zum US-Dollar verloren.
Am deutschen Aktienmarkt geht es der Aktie von Bayer an den Kragen. Die Aktionäre brauchen weiter ein dickes Fell, nachdem eine dritte Klage zu Ungunsten Bayers in den USA ausgegangen ist. Ein Gericht hat zwei ehemaligen Monsanto-Kunden, die an Krebs erkrankt sind, mehr als zwei Milliarden Dollar Schadenersatz zugesprochen. Bayer ist für seine Aktionäre derzeit ein Fass ohne Boden.
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