DAX profitiert nur kurz von politischen Hoffnungen - Wall Street hat sich etwas eingeFANGen

Die Wall Street hat sich etwas eingeFANGen. Netflix verliert in der zweiten Oktoberhälfte 27 Prozent, Facebook 13, Amazon 19 und Alphabet (Google) elf Prozent. Auch wenn die Verluste in den letzten Handelsminuten des gestrigen Handels in New York wieder etwas eingedämmt werden konnten, darf das nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Handelsvolumen über den Tag klar auf der Verkäuferseite lag.

Vom Zugpferd Wall Street zum Risikofaktor – die hoch bewerteten FANG-Aktien werden zur Belastung für die Weltbörsen. Das Problem: Lange Zeit haben Anleger hohe Prämien bei den Bewertungen für diese Aktien gezahlt, weil sie sich erhofften, dass der Schwung, die Dynamik und das Momentum, das diese Aktien innehatten, zu weiteren Kursgewinnen führen wird. Diese Hoffnung wird nun enttäuscht.
 
Am deutschen Aktienmarkt spielten gestern die Entwicklungen im politischen Berlin die Rolle. Angela Merkels Ankündigung, für den CDU-Vorsitz nicht mehr zu kandidieren, öffnet die Partei, gegen die aktuell keine Regierung gestellt werden kann. Damit bieten sich neue Möglichkeiten in der Bundespolitik. Das hat im DAX gestern einen veritablen Short-Squeeze ausgelöst, einen in einer langen Reihe im Bärenmarkt der vergangenen Wochen. Allerdings hat der DAX einen großen Teil dieser Gewinne mittlerweile wieder abgegeben. Politische Börsen hatten wieder einmal kurze Beine, so auch hier.

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