An der Börse liegt ein Hauch von Aufbruchsstimmung in der Luft. Denn die Unterzeichnung des Teilabkommens zwischen den USA und China war nur das eine, die Aussage des Direktors des amerikanischen Nationalen Wirtschaftsrats Kudlow, der Handelsvertrag sei "pro Wachstum", das andere. Vielleicht kommt da ja jetzt doch etwas Bewegung in die nächsten Gespräche und Phase Zwei kommt schneller und für alle Beteiligten vorteilhafter als jetzt noch erwartet. 

Der Deutsche Aktienindex bleibt weiter auf hohem Niveau und damit auch über der Marke von 13.381 Punkten. Das ist aus technischer Sicht sehr positiv und im übergeordneten Bild ist dies die Marke, die per Monatsschlusskurs überschritten werden müsste, um ein mögliches Signal in Richtung eines langfristigen Anstiegs bis auf 15.171 Punkte zu generieren. Solange der Markt über 13.381 Punkten bleibt, ist es mit dem DAX wie mit einer Sektflasche, bei der die Anleger gemeinsam am Korken drehen und wenn dieser dann locker wird, der Druck schlagartig nach oben entweicht. Jetzt geht es also darum, den Korken aus der Flasche zu bekommen. 

Bei entsprechender Nachrichtenlage könnten die Käufer versuchen, das Allzeithoch im DAX zu erstürmen. Problem nur, dass in der europäischen und deutschen Wirtschaft niemand für Aufbruchsstimmung sorgt. So kann der DAX in erster Linie nur darauf hoffen, dass die Rally an der Wall Street genügend Zugkraft erzeugt, so dass er mit nach oben gezogen werden kann. Eigene Treiber aus Makro-Sicht fehlen im DAX fast gänzlich.

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