Aus technischer Sicht droht jetzt ein Ausverkauf bei deutschen Staatsanleihen. Die steigenden Zinsen würden vor allem die hochbewerteten Technologietitel hart treffen. Die Dividendenrendite im S&P 500 liegt aktuell bei 1,7 Prozent, bei einer Geldleihe an die US-Regierung auf zwei Jahre erhalten Investoren schon 2,8 Prozent pro Jahr, nahezu risikolos. Das sind 0,6 Prozentpunkte mehr als zu Beginn des Sommers, während die Dividendenrendite in dieser Zeit leicht zurückging. Damit entsteht in Anleihen langsam aber sicher wieder eine ernst zunehmende Konkurrenz und Alternative vor allem für die momentan noch sehr hoch bewerteten Aktien.

Vor diesem Hintergrund könnte heute ein höherer Inflationswert im US-Arbeitsmarktbericht zum echten Stimmungskiller für die Börse werden. Nach Powells rigider geldpolitischer Rede in dieser Woche dürfte das den laufenden Zinsanstieg dann noch mehr beschleunigen.

Und nach wie vor finden keine Gespräche zwischen den USA und China statt. Der Yuan wertet weiter ab. Auch hier stehen die Warnlampen alle auf rot.

Die italienischen Staatsanleihen haben sich am Sommertief zwar etwas stabilisiert. Technisch aber ist hier kein Boden erkennbar. Ein Rutsch unter das aktuelle Niveau könnte zu einem Zins-Spike bei italienischen Staatsanleihen führen. Die Börsen stehen jetzt im Kreuzfeuer steigender Zinsen.

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