(JK-Trading.com) – Der DAX hat am Donnerstag auf seinem niedrigsten Niveau seit Februar 2017 eröffnet, konnte die Verluste zur Mittagszeit etwas eindämmen, handelte dennoch etwa 1% im Minus.

Grund für die anhaltenden Kursverluste sind mittlerweile ganz klar die US-Aktienmärkte. So gab der Dow Jones am Mittwoch mehr als 800 Punkte nach, verzeichnete seinen höchsten Punktverlust seit Februar 2018.

Und die Kombination aus anziehenden Zinsen und resultierenden Umschichtungen aus Aktien in Anleihen, Sorgen um einen weiter eskalierenden Handelskonflikt zwischen den USA und China, den Haushaltsstreit zwischen der EU und Italien und einer sich ab Januar 2019 keine Anleihen mehr aufkaufenden EZB dürfte uns einen stürmischen Herbst bescheren.

Allerdings: bevor man nun jedoch ein tiefschwarzes Bild für den Aktienmarkt zeichnet, sei auf die Kommentare von US-Präsident Trump gestern Abend in Richtung der US-Notenbank FED hingewiesen. Zwar ist die FED unabhängig vom Weißen Haus.

Nichtsdestotrotz ist Trumps FED-Kommentar „They are gone crazy“ (Anmerkung: er bezieht sich hierbei auf den voranschreitenden Zinsanhebungszyklus, welcher nicht nur die Gefahr einer stärkeren Korrektur im Aktienmarkt, sondern zugleich einen stärker anziehenden US-Dollar, der sich negativ auf die Exportwirtschaft auswirkt) kurzfristig in der Lage, den US-Zins korrigieren zu lassen.

Und genau eine solche Korrektur des US-Zinses beinhaltet das Potential für eine zügige Stabilisierung im Aktienmarkt, den US-Dollar zurücksetzen zu lassen und somit den Weg für eine Jahresendrallye im US-Aktienmarkt zu bereiten.

Der DAX dürfte hiervon zwar nur abgeschwächt profitieren. Aber eine Gegenbewegung von mehreren 100 Punkten in den kommenden Tagen ist auf jeden Fall drin.  

 

Chart erstellt mit Guidants

 

Analyse geschrieben von Jens Klatt, Gründer von Jens Klatt Trading

 

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