Die Warnsignale für eine Korrektur an den Börsen nehmen zu. Die Wall Street startet in dieser Woche genau an dem Punkt, an dem im Oktober vergangenen Jahres der Rutsch des Dow Jones von rund 3.300 Punkten begann. Sollte hier erneut Verkaufsdruck aufkommen, dürfte auch der Deutsche Aktienindex mit hinuntergerissen werden. Schon in der vergangenen Woche war zu beobachten, dass sich der deutsche Markt noch stärker als sonst von der Wall Street abgekoppelt hat. Er fiel sogar dann, wenn die amerikanischen Pendants Kursgewinnen verbuchen konnten.
Diese Entwicklung war unter anderem der Angst geschuldet, dass eine Zwangsehe zwischen den beiden größten deutschen Banken eher nicht gut gehen könnte, aber auch der Aktie von Wirecard, die es am Freitag nach einem neuen Artikel der „Financial Times“ noch einmal kräftig erwischt hat. Zumindest dürfte hier die Marke von 100 Euro zunächst Unterstützung bieten. Die Börse verhält sich im Fall Wirecard nach wie vor so, als könnte an der Story um angebliche Bilanztricksereien etwas dran sein.
Am Freitag kamen aus den USA derweil sehr starke Arbeitsmarktdaten. Weit mehr Stellen als erwartet wurden geschaffen, aber dem S&P 500 hat es nichts genutzt. Dessen Tagesbilanz war dann lediglich seitwärts – ein Warnzeichen, wenn gute Nachrichten nicht mehr gekauft werden. Denn dann ist schon viel Positives in den Kursen eingepreist, vermeintlich sogar alles Positive, und die Richtung kann schnell wieder drehen. Hier sollten Anleger auf den Widerstand bei 2.709 Punkten achten.
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