Die britische Premierministerin Theresa May hat das Misstrauensvotum politisch überlebt. Aber damit sind wir und ist die Börse mit ihrer Angst vor einem „harten“ Brexit, also einem Austritt ohne Vertrag, genauso schlau wir vor der Abstimmung. Das Betteln um Nachverhandlungen mit der Europäischen Union bleibt für May sehr schwer, womit sich an dieser vertrackten Situation auch in den nächsten Tagen nicht viel ändern dürfte.
 
Es gibt eine Reisewarnung der chinesischen Behörden an die Technologieunternehmen. Ihre Manager sollen nur in absolut notwendigen Fällen in die USA reisen, heißt es. Parallel dazu haben chinesische Behörden offenbar schon den zweiten Kanadier festgenommen, der ins Land einreisen wollte. Also auch da bleibt die Situation unverändert angespannt.
 
Auch aus technischer Sicht bleibt an der Wall Street alles beim Alten. Der S&P 500 wurde zum gestrigen Handelsschluss erneut unter das Montagshoch gedrückt. Dieses liegt bei 2.647 Punkten und konnte den zweiten Tag in Folge trotz guter Vorgaben während des Tages nicht überschritten werden. Vielmehr kamen in den letzten Handelsstunden immer wieder Verkäufer in den Markt. Die Investoren in den USA sind noch nicht bereit, Übernachtrisiken zu halten.
 
Und auch an der Frankfurter Börse heißt weiter das Ziel für den Deutschen Aktienindex, die Marke von 11.050 Punkten nach oben zu überwinden, um neue Käufer anzulocken. Mit dem jetzt schwächer werdenden Handelsvolumen vor den Feiertagen dürfte das allerdings sehr schwer werden.

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