Der Schwung, mit dem der DAX ins Wochenende gestartet ist, setzt sich heute Morgen zunächst nicht fort. Dass mit dem ehemaligen Generalsekretär Czaja ein prominentes CDU-Mitglied am Dienstag gegen das Finanzpaket stimmen will, hört die Börse gar nicht gern. Sollten sich noch rund 30 weitere Abgeordnete aus den Reihen von Union, SPD und Grünen bis morgen entscheiden, dagegen stimmen zu wollen, ist der Billionen-Wumms für Verteidigung und Infrastruktur nicht mehr so sicher, wie es noch am Freitag nach der Zustimmung der Grünen schien.
Dann stünden auch im DAX die vor Freude über den Kompromiss zurückeroberten 23.000 Punkte wieder zur Disposition. Wirkliche Freude an der Börse ist also erst am Dienstag nach der Abstimmung angebracht. Erst dann ist klar, ob Friedrich Merz mit prall gefüllten Kassen oder ohne regieren kann oder muss.
Chinas Regierung macht die Wirtschaft zur Chefsache. Dass das Ansinnen, neues Wachstum zu kreieren, von Erfolg gekrönt sein könnte, sieht man dabei immer mehr. Die Daten zur Industrieproduktion waren heute der zweite Monat in Folge über den Erwartungen. Die chinesische Industrie scheint ihre Lagerbestände normalisiert zu haben und fängt wieder an, zu produzieren. Das ist ein positives Signal, denn dieses Plus kommt trotz der Strafzölle und trotz der Angst vor einem Handelskrieg mit den USA. Die Zuversicht der Industrie in Chinas Wirtschaft wächst. Das ist auch ein positives Signal für Deutschland, dessen Export auf China setzt.
Chinas Regierung möchte heute noch neue Maßnahmen bekanntgeben, um den Aktien- und Immobilienmarkt zu stabilisieren. Diese Maßnahmen fügen sich nahtlos in eine ganze Reihe fiskal- und geldpolitischer Schritte ein, die in den vergangenen Monaten verabschiedet wurden. Sie alle haben ein Ziel: Die negativen Auswirkungen von Strafzöllen aus den USA zu kompensieren und China für den nächsten konjunkturellen Aufschwung fit zu machen.
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