Gerade einmal vier Tage hielt der von US-Präsident Trump nach dem G20-Treffen verkündete Waffenstillstand zwischen den USA und China im Handelsstreit. Die Festnahme der Finanzchefin des chinesischen Telekom-Konzerns Huawei und mögliche Auslieferung von Kanada in die USA könnte von Peking falsch verstanden werden und alle Vereinbarungen von Buenos Aires, so sie denn tatsächlich geschlossen wurden, wären wieder hinfällig.
Der Deutsche Aktienindex muss nun um seine Unterstützung bei 11.050 Punkten und die runde, zumindest aus psychologischer Sichte wichtige, 11.000er Linie bangen. Es gibt Gerüchte, wonach eine Fehleingabe für die schwache Eröffnung der US-Terminmärkte nach dem Feiertag verantwortlich gewesen sein soll. Wäre dem tatsächlich so, könnte es schnell zu einer Erholung kommen. Aber es ist in der Tat ein sehr dünner Strohhalm, an den sich die Bullen da klammern müssen.
Da hilft es auch nicht, dass die Europäische Union eine Verlängerung der Frist für den Brexit erwägt, sollte die Abstimmung im britischen Parlament nächste Woche scheitern. Es gibt zudem Gerüchte, wonach May die Abstimmung abblasen könnte. Man fürchtet jetzt schon das entstehende Chaos und auch die Turbulenzen an den Finanzmärkten, sollte das Parlament den Vertrag in der kommenden Woche ablehnen.
China soll im November weniger exportiert haben. Hier sehen wir bereits die Folge der Strafzölle. In den vergangenen Monaten haben gerade amerikanische Konsumenten Käufe vorgezogen, um den Strafzöllen zu entgehen. Jetzt spürt die Wirtschaft die Auswirkungen des Handelskriegs umso deutlicher. Die Weltwirtschaft könnte Mitte 2019 eine ganz andere sein als heute. In Japan sagt der Notenbankchef, dass tiefe Zinsen noch eine lange Zeit bleiben werden, weil die Konjunktur so schwach ist. Und in Europa ist es immer noch der Präsident der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, der einen Inflationsschub zum Jahresende prognostizierte, der nie kam. Es ist daher nicht auszuschließen, dass auch er nächste Woche Donnerstag nach der EZB-Sitzung schon ganz anders klingt.
Die Inhalte dieses Marktkommentars dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. Die Inhalte sind niemals dahingehend zu verstehen, dass CMC Markets den Erwerb oder die Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente, einen bestimmten Zeitpunkt für eine Anlageentscheidung oder eine bestimmte Anlagestrategie für eine bestimmte Person empfiehlt oder für geeignet hält. Insbesondere berücksichtigen die Inhalte nicht die individuellen Anlageziele oder finanziellen Umstände des einzelnen Investors. Die in den Inhalten wiedergegebenen Bewertungen, Schätzungen und Prognosen reflektieren die subjektive Meinung des jeweiligen Autors bzw. der jeweils zitierten Quelle, können jederzeit Änderungen unterliegen und erfolgen ohne Gewähr. In jedem Fall haftet CMC Markets nicht für Verluste, welche Sie direkt oder indirekt durch eine Anlageentscheidung erleiden, die Sie aufgrund der Inhalte getroffen haben. Ausdrücklich weisen wir auf die bei vielen Anlageformen bestehenden erheblichen Risiken hoher Wertverluste hin. Insbesondere CFDs unterliegen Kursschwankungen. Ihr Verlustrisiko ist unbestimmbar und kann Ihre Einlagen in unbegrenzter Höhe übersteigen. Verluste können auch Ihr sonstiges Vermögen betreffen. Dieses Produkt eignet sich nicht für alle Investoren. Stellen Sie daher bitte sicher, dass Sie die damit verbundenen Risiken verstehen und lassen Sie sich gegebenenfalls von dritter Seite unabhängig beraten. Sie sollten auch unsere Risikowarnungen für CFDs lesen. Anlageerfolge in der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft.
Neueste Analysen
Autor wählen
Goldpreis vor dem Bruch: Diese Marke entscheidet jetzt alles
Dow Jones im Warnmodus: Diese Marken müssen Anleger kennen
Ripple zieht an - XRP-Bullen greifen wieder nach 1,58 Dollar
Pi Network riskiert einen stärkeren Rückgang, da sich das bearish Momentum aufbaut
Pi Network weitet die Verluste unter 0,090 Dollar aus und setzt den stetigen Rückgang am fünften Tag in Folge fort. Die Nachfrage im Retail-Bereich bleibt robust, wobei der Nominalwert der aktiven Perpetuals über 10 Millionen Dollar bleibt. Der technische Ausblick für PI bleibt bärisch, da das rückläufige Momentum zunimmt.
Forex Today: US-Dollar behauptet sich, da der Fokus weiterhin auf den Kommentaren der Zentralbanken liegt
Der US-Dollar (USD) zeigt sich am frühen Donnerstag gegenüber seinen Rivalen widerstandsfähig, wobei der USD Index oberhalb von 101,00 stabil bleibt, nachdem er am Mittwoch um mehr als 0,5% gestiegen war und den höchsten Tagesschlussstand seit zwei Monaten verzeichnet hatte. In der zweiten Tageshälfte stehen die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe im US-Wirtschaftskalender im Fokus. Die Marktteilnehmer werden zudem weiterhin die Äußerungen von Zentralbankern genau unter die Lupe nehmen.