Der deutsche Leitindex hat zwischenzeitlich seine 200-Tagelinie nach unten durchbrochen. Für Charttechniker ist dies ein deutliches Zeichen für eine Fokusänderung der Trader. Welche Marken nun auf der Chartunterseite interessant werden und wo Sie sich im Falle eines Rückschnappers orientieren können, erfahren Sie sowohl in diesem Beitrag als auch in der LIVE-Besprechung mit Tickmill Analyst Mike Seidl.
Verkaufsignal durch Kurse unter der 200-Tagelinie

Zuerst der bärische Ausbruch aus dem Keil, dann ein tieferes Hoch gefolgt von der Bildung eines Abwärtstrend und schließlich der Kursrutsch unter die 200-Tagelinie. Der deutsche Leitindex DAX hat es nicht nur aus technischer Sicht schwer, sich nach oben zu orientieren. Auch die kurzfristigen fundamentalen Aussichten sind alles andere als rosig. Covid-19 hat Deutschland fest im Griff. Das bringt die Trader dazu, Positionen glatt zu stellen bzw. die Seit zu wechseln. Hält der Abgabedruck stand, sind tiefere Anlaufpunkte im Tageschart schnell ausgemacht. Kurzfristig bietet zunächst die psychologisch wichtige Marke um 11.600 Punkte die nächstgrößere Unterstützung, gefolgt vom Kauflevel um 11.300 Punkte.
Kurzfristige Rückschnapper haben eine Chance

Sollte der anhaltende Abgabedruck in seiner Dynamik nachlassen, könnte das bei der aktuellen Schwankungsbreite durchaus für einen kräftigen Rücksetzer sorgen. Bei Kursen über dem Vortageshoch bei 12.280 Punkten bieten sich regressiven Kursanstiegen sowohl das Trendfortsetzungslevel bei 12.340 Punkten, als auch die höhergelegenen Schwunglevel bei 12.600 Punkten und 12.720 Punkten als planbare Zielmarken auf der Chartoberseite an. So lange die Kurse unterhalb von 12.720 Punkten verharren ist zu beachten, dass es sich bei den Anstiegen aus charttechnischer Sicht lediglich um die Korrektur der vorangegangenen Bewegung handelt und die übergeordnete Chartlage weiteren nach unten gerichtet ist.
Videobesprechung
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Erfolgreiches Trading wünscht Ihnen
Ihr Mike Seidl
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