(JK-Trading.com) – Der DAX ist nach seinem Feiertag am Mittwoch auf recht wackeligen Beinen aus dem Startblock gekommen, notierte zur Mittagszeit etwa ein halbes Prozent im Minus.
Grundsätzlich schaut das Bild für den DAX alles andere als positiv aus: zwar entspannt sich die Situation zwischen Rom und Brüssel ein wenig. Demnach darf Rom in 2019 wohl ein Haushaltsdefizit von 2,4%/BIP fahren, in 2020 eins von 2,2% und in 2021 eines von 2,0%. Ein solcher Kompromiss scheint alles in allem solide, zumindest auf den ersten Blick.
Allerdings setzt eine solche Rückführung der Neuverschuldung ein diese entsprechend kompensierendes Wirtschaftswachstum voraus. Aber mit eskalierenden Handelskonflikten, stockenden Brexit-Verhandlungen, einer sich geldpolitisch zurücknehmenden EZB und einem infolgedessen zu erwartenden, rückläufigen Wirtschaftswachstum in der EU in den kommenden Jahren auf breiter Front, darf ein solides Wirtschaftswachstum für Italien stark angezweifelt werden.
Anders formuliert: die EU ist mit Italien auf dem besten Weg erneut in eine Krise hinein zu sparen. Und während man die Situation mit Griechenland unterm Strich und auf Kosten der dortigen Bevölkerung noch irgendwie in den Griff bekommen zu haben scheint, wird das mit Italien in meinen Augen ein Ding der Unmöglichkeit.
Sollte nun über kurz oder lang nun auch noch der US-Aktienmarkt ins Stocken geraten und seine dortige Allzeithoch-Jagd nicht uneingeschränkt fortsetzen, wäre nicht nur eine zeitnahe Attacke auf die 12.000er Marke im DAX sehr wahrscheinlich. Zudem droht auch ein roter Jahresschluss, der erste seiner Art seit 2011…

Chart erstellt mit Guidants
Analyse geschrieben von Jens Klatt, Gründer von Jens Klatt Trading
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