Rückblick auf die Vorwoche
Eröffnete der Deutsche Aktienindex am Montag noch bei 10.697,95 Punkten, so bewegte er sich bis zum XETRA-Schluss am Freitag bei 10.699,27 Punkten genau genommen NICHT. Auch die Ausschläge innerhalb der Handelswoche waren mit rund 150 Punkten noch einmal abnehmend. Doch auch wie in der Vorwoche gab es natürlich an den einzelnen Handelstagen mehrere Trading-Chancen. Eine Range gibt hier immer recht gute Marken vor, die man dann entsprechend auch handeln sollte. So geschehen und gezeigt gleich am Montag im Beitrag „Satte Bewegungen in der Range des DAX“ im Forum von wallstreet-online:

Ebenso wie das Handeln an der Unterseite einer Range konnte man natürlich auch die Oberseite bzw. den Abwärtstrend immer wieder mit Short-Engagements handeln. Erst ein Bruch der kurzfristigen Unterstützung brachte zur Wochenmitte eine zumindest kurzfristig starke Bewegung zu Tage:

Doch eben nur kurzfristig. Das richtungslose Verhalten der Marktteilnehmer im großen Chartbild konnte nicht gebrochen werden. Während der Dow Jones in den USA mit neuen Allzeithochs und einer Notierung über 19.100 Punkten aufwartete, hielt sich der DAX weiterhin in seiner Range auf.
Mehr Action in der kommende Woche?
Die große Range ist „leider“ weiter intakt. Ich verwies darauf in der Vorwoche (Rückblick zu FX STREET Analyse):

Das „Leider“ ist auf Anleger bezogen, die sich stärkere Veränderungen bei den Kursen herbeisehnen. Für Daytrader sind diese Ranges sicherlich attraktiv, vor allem in den kleinen Zeiteinheiten und unter Beachtung des eigenen Risikos. Denn ein Ausbruch wird entsprechend heftiger, je länger die Range angehalten hat. Es ist jedoch nur eine Frage der Zeit, bis dieser erfolgt. Dann muss man aus dem Range-Denken heraus schnell auf Ausbruch wechseln und darf nicht vergessen, seine Positionen entsprechend anzupassen. Auf diesen Ausbruch würde ich jedoch erst bei entsprechender Dynamik an den Range-Kanten setzen.
Der aktualisierte Stundenchart zeigt diese Kanten deutlich:

Einschub aus dem Trading-Bereich: Wer hierzu ein paar Anregungen von Trading-Coaches erhalten mag, der kann sich hierzu in Verbindung mit der World of Trading noch einmal auf meinem Blog kostenfrei informieren.
Was kann einen Ausbruch herbeiführen?
In erster Linie können wir die Umsatzzahlen aus dem Black Friday und Cyber Monday erwarten. Liegen diese über den Erwartungen, sind dies relevante Rückschlüsse auf die Konsumlaune und damit ein gutes Indiz für weitere Gewinne der Unternehmen. Schließlich werden dafür Waren hergestellt.
Auf dem Ökonomiekalender steht am Dienstag das BIP der USA vom dritten Quartal und am Donnerstag der US-ISM-Index. Freitag werden zudem die heiß erwarteten Arbeitsmarktdaten des Monats November in den USA veröffentlicht - ein Indikator für die Wirtschaftsleistung und den Handlungsbedarf der US-Notenbank. Denn diese Sitzung steht im Dezember noch an und könnte richtungsweisend sein.
In Europa selbst wird es am Wochenende spannend. Am 4.12.2016 wird das italienische Volk über die Genehmigung von Änderungen an der Verfassung Italiens abstimmen. Ob es im Vorfeld dazu oder kurz danach wieder zu Verwerfungen kommt, kann man aktuell nur orakeln. Wir werden es dann entsprechend bewerten müssen und natürlich auch diskutieren.
In diesem Sinne freue ich mich auf die kommenden Tage und wünsche Ihnen schon am Sonntag eine gute Marktvorbereitung.
Herzlichen Dank und viel Erfolg im Eigenhandel wünscht Andreas Mueller (Bernecker1977)
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