(JK-Trading.com) – Im DAX ist in meinen Augen mit dem Fall unter die 10.500er Marke ein klar bearishes Signal generiert worden, was den Weg in der kommenden Woche in Richtung der 10.200er Region ebnen könnte.
Tatsächlich kann ein solcher Rutsch zügig erfolgen, abhängig vom Ergebnis des italienischen Verfassungsreferendums, welches am Sonntag, den 04.12. ansteht.
Im Großen und Ganzen lässt sich sagen, dass es bei diesem um die Vereinfachung des parlamentarischen Systems in Italien geht.
Interessanter hierbei ist allerdings, dass dieses Referendum über die politische Zukunft des aktuellen Premieres Renzi entscheiden dürfte, welcher bei einem „Nein“ schwierig haltbar sein dürfte und den Weg für eine Euro-kritische und einen ITALEXIT befürwortende Bewegung ebnen dürfte und eine nächste Zerreißprobe für die EU, vielleicht gar DIE Zerreißprobe, bedeutet.
Allerdings: die jüngsten Erfahrungen mit bzgl. des Establishments verneinenden und für dieses unpopulären Wahlergebnissen (BREXIT, Trump) dürfte den Marktteilnehmern zu präsent sein, als dass nicht entsprechende Gegenmaßnahmen bzw. Absicherungsgeschäfte getätigt worden sind.
Das Problem meiner Argumentation: das Angstbarometer VDAX New spiegelt eine solche Absicherung bzw. ein signifikantes Anziehen der Volatilität in den letzten Tag unzureichend wider:
Das bedeutet, dass es am Montagmorgen zu einer „bösen“ Überraschung im DAX kommen könnte mit entsprechend scharfen Abschlägen, sollte das Abstimungsergebnis „No“ lauten und ganz besonders der italienische Bankensektor schwere Schlagseite erleiden.
Eventuell ist diese Sorglosigkeit aber auch der Tatsache geschuldet, dass es die EZB am kommenden Donnerstag schon richten wird.
In den letzten Tagen sind ja einige Stimmen laut geworden, die darauf hindeuteten, dass die EZB bei stärkerer Volatilität am italienischen Anleihemarkt infolge des Referendums im Zuge ihres QE-Programms beruhigend eingreifen und verstärkt italienische Bonds kaufen könnte.
Daher dürfte das Abwärtspotential im DAX auf der Unterseite wohl beschränkt sein, ein Rutsch unter die 10.000er Marke scheint unwahrscheinlich.
Dennoch wird es im DAX in der kommenden Woche wohl um Schadensbegrenzung gehen, ein bullishes Signal würde erst mit neuen Jahreshochs und einem Lauf über 10.830 Punkten generiert, was allerdings vor dem Hintergrund der weiter klar zu identifizierenden relativen Schwäche des DAX im Vergleich zu seinen US-amerikanischen Pendants zeitnah nicht wirklich wahrscheinlich scheint.
Chart erstellt mit Go.Guidants
Analyse geschrieben von Jens Klatt, Geschäftsführer von Jens Klatt Trading, exklusiv für JFD Brokers
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