Expertenmeinung: Gegenüber der üblichen Darstellung bei Euro/US-Dollar muss man bei diesem Chart umdenken, denn hier steht der US-Dollar „vorne“, d.h. es wird abgebildet, wie viel Yen man für einen US-Dollar zahlen muss. Fällt der Kurs, wird der US-Dollar also schwächer – und genau das ist aktuell der Fall. Nach der immensen Rallye im November und Dezember markierte der US-Dollar im Januar sein vorläufiges Hoch bei 118,67 Yen und bildet seitdem tiefere Zwischenhochs aus. Bis zur Monatsmitte bestand noch die Chance auf eine Bodenbildung oberhalb von 111,45/111,60 Yen mit einem anschließenden, erneuten Aufwärtsimpuls. Aber dieser Boden wurde im Wochenverlauf jetzt durchschlagen. Ein Misstrauensvotum gegenüber dem US-Dollar, dem erhofften Wachstum und damit gegenüber dem Standing der US-Regierung. Angesichts der bereits überverkauften Markttechnik (hier im Chart unten der Stochastik-Oszillator) ist zwar für Short-Trades ein wenig mehr Vorsicht angezeigt, grundsätzlich ist das bärische Chartbild durch den Bruch der Zone 111,45/111,60 Yen aber bestätigt worden. Die Zielzone liegt jetzt im Bereich der Zwischenhochs vom vergangenen Sommer und der 200-Tage-Linie zwischen 106,83 und 108,11 Yen.

Offenlegung gemäß § 34b WpHG zwecks möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in dem besprochenen Wertpapier bzw. Basiswert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.
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