Einem neuen Bericht des World Gold Council zufolge stiegen die Bestände der Gold-ETFs im Januar weltweit um insgesamt 72 Tonnen. Damit wurde ein Wert von 2.513 Tonnen oder 80,8 Mio. Unzen des gelben Metalls erreicht, was das höchste Niveau seit fast sechs Jahren darstellt.

Das bedeutet, mit Gold hinterlegte ETFs verbuchten im ersten Monat dieses Jahres Nettozuflüsse in Höhe von 3,1 Mrd. USD, sodass der Wert des in den Tresoren der ETFs eingelagerten Edelmetalls knapp 107 Mrd. USD erreichte, was einen Anstieg von 6% bedeutet.

Damit war der Januar schon der vierte Monat in Folge mit Nettozuflüssen, erklärte der WGC. Vor allem dank eines sehr starken Dezembers flossen den globalen Gold-ETFs damit in den letzten vier Monaten 8 Mrd. USD bzw. 185 Tonnen Gold zu.

Die Branchenvertretung führt dies vor allem auf Unsicherheiten in Bezug auf die Aktienmärkte sowie eine Aufhellung der Stimmung im Edelmetallsektor zurück, die den Goldpreis im Januar um 3,5% steigen ließen. Die Zuflüsse haben damit den Rückgang im dritten Quartal 2018 mehr als wieder ausgeglichen, wobei nordamerikanische Anleger die Liste der Käufe anführten. Die ETFs der Region konnten sich über Nettozuflüsse von 53 Tonnen Gold bzw. 2,2 Mrd. USD freuen.

Der WGC merkte zudem an, dass das globale Goldhandelsvolumen im Januar auf dem Niveau der durchschnittlichen Entwicklung 2018 zulegte. Gold im Wert von mehr als 112,5 Mrd. USD pro Tag wurde 2018 insgesamt gehandelt. Im Vergleich dazu betrug der Handelsumsatz der Dow Jones-Aktien 23 Mrd. USD pro Tag, während alle Aktien des S&P 500 zusammen auf 124,7 Mrd. USD kamen.


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