• Der US Arbeitsmarkt wird im September laut Prognose 188K neue Arbeitsplätze geschaffen haben, aber die jüngsten Daten signalisieren eine bessere Lesung. Die Arbeitslosenquote soll auf 3,8 % fallen, während die Löhne gegenüber dem Vorjahr um 3,0 % steigen.
  • Der Treasury Abverkauf unterstützt den Dollar gegenüber vielen Währungen, insbesondere gegenüber denen der Schwellenländer.
  • Nach der erfolgreichen Rede der britischen Premierministerin Theresa May, scheinen die Brexit Verhandlungen wieder auf Kurs zu sein

US Wirtschaft

Die jüngsten US Wirtschaftsdaten waren robust. Es konnte bestätigt werden, dass das Wirtschaftswachstum im 2. Quartal bei 4,2 % lag und die Atlanta Fed GDPNow Schätzung geht für das 3. Quartal von 4,1 % aus. Ein Update zu diesen Zahlen, wird es am Freitag nach dem Beschäftigungsbericht geben.

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung ist in der Woche zum 28. September um 207K gestiegen, womit das Ergebnis in der Nähe des neuen 49-Jahrestief liegt. Die ISM Dienstleistungsaktivität, die 80% des BIP ausmacht, erreichte im September ihr Allzeithoch von 61,6. Der Beschäftigungsindex konnte auf 62,4 zulegen, was ebenfalls einem Rekordhoch entspricht, während die Auftragseingänge bei guten 61,6 blieben.

Der ISM Produktion Index ist im September leicht auf 59,8 gefallen, nach dem das Ergebnis im August das 14-Jahreshoch von 61,3 erreichte. Die Auftragseingänge lagen bei 61,8, so dass sie den 33. Monat in Folge ein Wachstum verbuchten und der Index  hält sich bereits den 17. Monat in Folge über der Marke von 60. Die Beschäftigung im Produktionssektor verbesserte sich von 58,5 im August auf 58,8. Trotz der Sorgen über mögliche Auswirkungen der Zölle auf die Nachfrage nach Waren, bleibt die Lage gut.

Der ADP Arbeitsmarktbericht zeigte für September ein starkes Ergebnis von 230K neuen Arbeitsplätzen. Es handelt sich um das beste Ergebnis seit März (241K), während die Lesung über der Prognose von 185K und dem revidierten August Ergebnis von 168K lag.

Die Verbraucherstimmung zeugt auf Basis des Michigan Consumer Sentiment Index weiterhin von Optimismus, da das Ergebnis im September bei 100,1 lag, womit das 10-Jahreshoch von 102,0 (März) nicht weit entfernt ist. Die US Fabrikaufträge sind im August mit 2,3 % auf das 11-Monatshoch gestiegen, während das Ergebnis auf Jahresbasis 8,6 % beträgt. Die Auftragseingänge für langlebige Gebrauchsgüter konnten um 4,4 % zulegen. Die Inflation bleibt in der Nähe von 2 %.

Der Fed Vorsitzende J. Powell sagte nach der Anhebung der Zinssätze in der vergangenen Woche: „Für die Wirtschaft ist es eine gute Zeit.“ Der US Arbeitsmarkt sollte indes seine gute Performance beibehalten.

Die US 10-Jahres Treasury Anleiherenditen erreichten ihr Hoch bei 3,22%, was den Dollar auf breiter Front unterstützt.

Die britische Premierministerin Theresa May hielt auf dem Jahreskongress der Konservativen Partei eine Grundsatzrede und mit dieser konnte sie die Bedenken der Märkte in Wohlgefallen auflösen, aber der Euro zeigt eindeutig, dass mit einem Deal bis zum EU Gipfel am 18. Oktober nicht zu rechnen ist.

EUR/USD

Die Gemeinschaftswährung steht durch mehrere Faktoren unter Druck.

Am Mittwoch notierte der Euro zum 1. Mal seit 2 Wochen unter 1,1500 und anschließend kam es zu einer Erholung bis auf 1,1540.

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