Es wird erwartet, dass die Bank von England im März keine geldpolitische Änderung vornimmt. Die Chancen auf eine Zinserhöhung im Mai sind jedoch gestiegen, da Großbritannien mit der EU eine Übergangsphase vereinbaren konnte und sich die Wirtschaft über der Inflationsgrenze von 1,5 % befindet.

Die früher dovish veranlagten Mitglieder des Ausschusses, sind in der letzten Zeit zunehmend hawkish geworden. Mit der Sitzung im März dürfte der geldpolitische Ausschuss (MPC) die Zinssätze unverändert lassen, was am 22. März um 13:00 Uhr wahrscheinlich einstimmig beschlossen wird. Nach dem die MPC ihrer Forward Guidance für die Zinsen Anfang Februar änderte, gab es seit dem Februar Inflationsbericht nicht genügend neue Daten, um die Haltung weiter zu ändern.

Daher ist es am wahrscheinlichsten, dass sich die MPC Mitglieder für eine Bestätigung des vorherigen Statement entschließen, so dass man sagen wird, dass die Zinssätze früher und in einem größeren Umfang steigen werden, als man im Vorjahr angenommen hatte. Eine solche geldpolitische Erklärung würde die Erwartungen des Marktes bekräftigen, dass es im Mai zu einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte kommt, sobald die Unsicherheit im Zusammenhang mit Brexit nach dem EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag nachlässt. Der Geldmarkt hat eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte bereits zu 80 % eingepreist und mit einer weiteren Erhöhung um 25 Basispunkte wird im November gerechnet.

Nach der MPC Sitzung im März wird es zu keiner Pressekonferenz durch Gouverneur M. Carney kommen. Die Märkte werden lediglich das Protokoll der MPC Sitzung und eine Zusammenfassung zur Geldpolitik erhalten. Da sich die Fundamentaldaten seit Februar kaum geändert haben, ist mit keinen neuen Hinweisen auf die geldpolitischen Aussichten zu rechnen.

Die Inflation in Großbritannien hat sich im Vergleich zum 3,1 % (Jahr) Hoch im November letzten Jahres abgeschwächt, so dass es die Bank von England weniger eilig hat etwas unternehmen zu müssen. Die Inflation verlangsamte sich im Februar stark und im Jahresverlauf lag diese im Januar bei nur noch 2,7 %, nach dem im Dezember noch 3,0 % zu verzeichnen waren.

Die Arbeitslosenquote fiel in Großbritannien in den 3 Monaten bis Januar auf das 43-Jahrestief und die durchschnittlichen Löhne konnten mit Boni auf Jahresbasis um 2,8 % zulegen. Die steigenden Löhne sind für die Konjunkturaussichten eine gute Nachricht, wobei die Inflation bereinigten Löhne die Verbraucherausgaben in Großbritannien noch immer belasten und die Wachstumsaussichten senken.

Die Abstimmungsergebnisse waren in letzter Zeit einstimmig und die jüngsten Reden der BoE Mitglieder wurden als zunehmend hawkish wahrgenommen. Selbst die als ultra-dovish geltenden Mitglieder Gertjan Vlieghe und Sir David Ramsden scheinen eine Reihe von Zinserhöhungen zu unterstützen. Sir David Ramsden sagte kürzlich, dass das Produktivitätswachstum in Großbritannien so schwach ist, dass die Wirtschaft Gefahr läuft zu überhitzen. Damit steigt die Chance auf eine Zinserhöhung im Mai, zumal Großbritannien und die EU nun eine Brexit Übergangsfrist bis Dezember 2020 vereinbart haben. Die Unsicherheit im Zusammenhang mit Brexit nimmt damit ab. Mit dem EU Gipfel am Donnerstag und Freitag dürfte das Abkommen zur Übergangsphase offiziell besiegelt werden und positive Brexit Schlagzeilen räumen der Bank von England mehr Spielraum für geldpolitische Handlungen ein.
 

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