Bank of England Preview: Dovish Zinserhöhung dürfte den Sterling untergraben

  • Die Bank of England wird wahrscheinlich ihre einzige Zinserhöhung des Jahres 2018 vornehmen, während am Donnerstag den 2. August auch der Inflationsbericht veröffentlicht wird.
  • Während die Brexit Unsicherheit weiterhin gegeben ist, stellt die Bank of England sicher, dass jeder versteht, dass es sich um die einzige Zinserhöhung in diesem Jahr handelt und der Weg zur Normalisierung der Geldpolitik ein langer sein wird, der nur allmählich voranschreitet.
  • Eine dovish Zinserhöhung dürfte den Sterling untergraben.

Allgemein wird erwartet, dass die Bank of England ihren Zinssatz mit der morgigen Sitzung von 0,50 % auf 0,75 % anhebt. Die Abstimmung wird nicht einstimmig sein und die Unsicherheit über die Entscheidungsfindung des geldpolitischen Ausschusses (MPC) dürfte überwiegen, so dass das Pfund Sterling nach der Entscheidung wahrscheinlich fällt.

Die Märkte haben das Ereignis einer Zinserhöhung zu fast 90 % eingepreist. Sollte die Bank of England liefern, so erreicht der Zins seinen höchsten Stand seit 10 Jahren. Ansonsten dürfte die Sprache rund um die Zinserhöhung dovish bleiben, während der Weg der Normalisierung der Zinsen allmählich und begrenzt ausfallen wird.

Die August MPC Sitzung wird die letzte Sitzung für Ian McCafferty sein und er wird durch den dovish Nachfolger Jonathan Haskel ersetzt. McCafferty sprach sich zusammen mit Michael Saunders seit März dieses Jahres für eine Zinserhöhung aus. Im Juni schloss sich der Bank of England Chefökonom Andrew Haldane den Falken an. Folgen nun Gouverneur Mark Carney, Deputy Governor Ben Broadbent und das externe MPC Mitglied Gertjan Vlieghe, so wird die Abstimmung für eine Zinserhöhung 6:3 ausfallen.

Selbst wenn die Bank of England die Zinsen erhöht, so werden die Aussichten dennoch dovish sein und man wird sicherstellen, dass jeder versteht, dass es in diesem Jahr keine weitere Zinserhöhung geben wird. Darum sollte es nicht überraschen, wenn der Sterling nach der Zinserhöhung fällt.

Grundsätzlich gibt es gute Gründe, warum die Bank of England im Hinblick auf die Geldpolitik konservativ bleibt. Insbesondere die Kombination aus Lohnwachstum und Inflation ist nicht überzeugend.

Die Arbeitslosenquote ist mit 4,2% auf dem 4-Jahrestief und der Anteil der Erwerbstätigen zwischen 16 und 64 Jahren ist im Juni auf 75,7% gestiegen. Dies entspricht dem höchsten Wert seit 1971, aber das Lohnwachstum verlangsamte sich.

Die Unsicherheit rund um Brexit dominiert die wirtschaftliche Entwicklung und wahrscheinlich wird diese Quelle der Unsicherheit für dieses Jahr erhalten bleiben, was der Grund dafür ist, dass die Bank of England immer wieder von allmählich und begrenzt sprechen wird, wenn es um ihre geldpolitische Normalisierung geht.

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