- Nach dem die Bank ihren Leitzins im August auf 0,75 % angehoben hatte, wird man nun in Ruhe abwarten, wie sich Brexit entwickelt, während eine No-Deal Situation, ein inflationäres Szenario auslösen könnte
- Das besser als erwartete GB Lohnwachstum wird wahrscheinlich keine Auswirkungen auf die geldpolitischen Aussichten haben, während mit einer nächsten Zinserhöhung im Mai 2019 zu rechnen ist
- Die FX Trader haben vor allem das MPC Abstimmungsverhalten und das geldpolitische Statement, welches auf den Sterling Wert eingehen wird, im Blick
Die neun Mitglieder des Bank of England Monetary Policy Committee (MPC) werden sich wahrscheinlich dafür aussprechen, im September keine Änderung der Geldpolitik vorzunehmen, nach dem es im August zu einer Zinserhöhung auf 0,75% kam, auch wenn die Brexit Schlagzeilen zuletzt vor Optimismus strotzten und auch die Wirtschaftsdaten positiv waren. Die nächste Zinserhöhung ist erst für Mai 2019 eingepreist.
Es wird das erste MPC Treffen mit dem neuen Mitglied Jonathan Haskel sein, der Ian McCafferty ersetzt. Obwohl die Inflation und die Löhne mit den jüngsten Berichten leicht angezogen haben, wird dies nicht ausreichen, die Erwartungen an eine einstimmige Abstimmung zum Leitzins und dem Anleihekaufprogramm zu ändern. Die FX Trader sollten auf eine Änderung dieser geschlossen Haltung warten, da nur Abstimmungen für eine Zinserhöhung, positive Auswirkungen auf den Sterling haben.
Aus der Sicht der Bank of England besteht nach wie vor das Risiko eines No-Deal Brexit Szenarios, unabhängig von den jüngsten Kommentaren durch den EU Brexit Chef Verhandlungsführer Michel Barnier und EU Präsident Jean-Claude Juncker, die einen Brexit Deal in 6-8 Wochen für realistisch erachten. Diese Nachrichten ließen das Pfund Sterling in den vergangenen Tagen steigen, aber an den Aussichten der Zentralbank hat sich nichts Wesentliches geändert. Somit dürfte das MPC erneut auf die Brexit Risiken eingehen, vor allem auf das No-Deal Brexit Szenario, da dieses die Inflation über das Ziel steigen lassen kann, was das Ergebnis der Sterling Schwäche wäre.
Das Brexit Risiko ist das Hauptrisiko für die britische Wirtschaft, wie bereits aus dem August Inflationsbericht hervorging und es ist zu erwarten, dass dies im September MPC Statement ebenfalls verankert ist. Die Brexit Unsicherheit ist wahrscheinlich der Hauptgrund, warum der britische Finanzminister Hammond die Amtszeit von Mark Carney, Gouverneur der Bank of England, bis Januar 2020 verlängern will.
Neben dem Abstimmungsverhalten der MPC, sollten die FX Trader auch die Haltung der MPC zum Wert des Sterling im Auge behalten. Die jüngste Anhörung zum Inflationsbericht zeigte, dass der Sterling aus Sich von Mark Carney unterbewertet ist. Seit den positiven Brexit Schlagzeilen ist der Wert des Sterling gegenüber dem US-Dollar gestiegen. Sollte das MPC ebenfalls davon sprechen, dass der Sterling unterbewertet ist, kann dies den Kurs in die Höhe treiben.
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