Der australische Dollar konnte sich in den letzten Tagen etwas von den Mehr-Monats-Tiefs loslösen. Neben der hohen Risikobereitschaft der Marktteilnehmer gaben dem Aussie zudem Gewinnmitnahmen im US-Dollar etwas Auftrieb.
Gewonnen ist aber noch nichts. Schließlich hat das Paar mit der zuletzt nach unten verlassenen Aufwärtstrendlinie und der 38-Tage-Linie im Dunstkreis von 0,7620 Dollar bis 0,7660 Dollar ein massives Widerstandsbündel unmittelbar vor der Brust.
Die technischen Indikatoren sind dagegen positiv zu interpretieren. Der trendfolgende MACD hat zuletzt ein positives Schnittmuster erzeugt, während im RSI eine positive Divergenz auf täglicher Basis zu erkennen ist. Diese beiden Punkte sprechen für eine kurzfristige Verschnaufpause im mittelfristigen Abwärtstrend.
Voraussetzung für eine Fortsetzung der jüngst losgetretenen Erholungsbewegung ist jetzt der Sprung zurück über die o.g. Aufwärtstrendlinie bei 0,7660 Dollar. Erst dann haben die Bullen grünes Licht für einen Zwischenspurt in Richtung 0,7720 Dollar - dem Tief vom 1. März. Hier sollte es dann zu einem mittelfristigen Richtungsentscheid kommen.
Auf der Unterseite gilt es ein Abgleiten unter das Tief vom 9. Mai bei 0,7412 Dollar unter allen Umständen zu vermeiden - ansonsten droht ein Rückfall auf das Maitief von 0,7326 Dollar und das Dezembertief 2016 von 0,7152 Dollar. Erfolgt auch hier keine Stabilisierung müssen sich Anleger auf Kursnotierungen unter der psychologisch wichtigen Marke von 0,7000 Dollar einstellen.

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