Die seit mehreren Wochen gute Stimmung rund um den Kiwi liegt nicht zuletzt an den Erwartungen an die RBNZ-Sitzung am Mittwochabend. Investoren setzen darauf, dass die neuseeländische Notenbank einen optimistischen Ton anschlagen wird. Jedoch besteht angesichts der jüngsten Aufwertung des neuseeländischen Dollars auch verbaler Handlungsbedarf, weshalb Investoren den geldpolitischen Begleittext genau untersuchen werden. Denn seit der Sitzung im März wertete die heimische Währung gegenüber allen wichtigen Währungen auf.
Neuseelands Wirtschaft reagiert sehr sensibel auf eine starke Währung, denn so werden die Exporte im Ausland teuerer und weniger wettbewerbsfähig, die Nachfrage geht dann in der Regel zurück und das dämpft die wirtschaftliche- und inflationäre Entwicklung.
Nach der RBNZ-Sitzung im Mai lobte Wheeler vor allem die positive Entwicklung des Wechselkurses. Dieser war zwischen Februar und Mai um 5 Prozent gefallen, aber seit der letzten Sitzung ist der Kurs des neuseeländischen Dollars wieder um 4 Prozent gestiegen, was es für die Notenbank schwierig machen dürfte, auch künftig optimistisch auf die handelbaren Güter zu blicken.
Während die Geschäftsaktivität recht hoch ist, liefern die Konsumausgaben ein gemischtes Bild. Gleichzeitig verlangsamen sich die Immobilienpreise und die Inflation bewegt sich in die falsche Richtung. Zudem finden bald die Parlamentswahlen in Neuseeland statt. Aus all diesen Gründen ist zu erwarten, dass die Reserve Bank of New Zealand eher einen vorsichtigen Ton anschlagen wird, was sich negativ auf den neuseeländischen Dollar auswirken dürfte.
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