- WTI legt am Mittwoch nach dem starken Ausverkauf vom Vortag um rund 1,6% zu.
- Fortschritte in den Gesprächen zwischen Washington und Teheran lindern die Sorgen über anhaltende Versorgungsunterbrechungen.
- Anleger richten ihre Aufmerksamkeit nun auf die wöchentlichen US-Rohöllagerbestandsdaten.
West Texas Intermediate (WTI) notiert am Mittwoch zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts bei rund 75,50 USD und liegt damit 1,56% im Plus, da Anleger die technische Erholung nach dem am Vortag verzeichneten Rückgang von mehr als 5% nutzen. Die Erholung bleibt jedoch durch die diplomatischen Fortschritte zwischen den Vereinigten Staaten (US) und Iran begrenzt, die Hoffnungen auf eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus schüren und die Sorgen über globale Unterbrechungen der Rohölversorgung verringern.
Die Gespräche zwischen Washington und Teheran kommen weiter voran, nachdem katarische Beamte mitgeteilt hatten, dass ein Zwischenabkommen ausgearbeitet worden sei, um die Schifffahrt durch die strategisch wichtige Wasserstraße wiederherzustellen. US-Präsident Donald Trump hat zudem geplante Militärschläge gegen Iran vorerst ausgesetzt, um den Verhandlungen eine Chance zu geben, und gleichzeitig seine Forderung bekräftigt, die Straße von Hormus so schnell wie möglich wieder zu öffnen.
Gleichzeitig laufen breitere regionale Bemühungen, um wichtige Schifffahrtsrouten abzusichern. Iran prüft einen Vorschlag, der es europäischen Ländern ermöglichen würde, an Minenräumungsoperationen in der Straße von Hormus teilzunehmen, während die Gespräche mit Oman fortgesetzt werden, um die Handelsrouten zu sichern. Unterdessen führt Saudi-Arabien indirekte Gespräche mit den Huthi-Rebellen im Jemen, um eine weitere Eskalation im Roten Meer zu verhindern.
Händler beobachten zudem die Marktfundamentaldaten. Daten des American Petroleum Institute (API) zeigten einen unerwarteten Anstieg der US-Rohöllagerbestände, wodurch sich der Fokus auf den später am Tag anstehenden offiziellen Bericht der Energy Information Administration (EIA) verlagert. Ein weiterer Anstieg der Lagerbestände könnte die Märkte daran erinnern, dass trotz geopolitischer Spannungen das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage ein zentraler Treiber der Rohölpreise bleibt.
Kurzfristig bleibt der Ölmarkt zwischen der Aussicht auf nachlassende geopolitische Spannungen, die die globalen Angebotsbedingungen verbessern könnten, und der Vorsicht der Anleger hin- und hergerissen, da das regionale Umfeld weiterhin fragil ist.
WTI US Oil technische Analyse
Im Ein-Stunden-Chart notiert WTI US Oil bei 75,67 USD und behält eine kurzfristig bärische Tendenz bei, da der Kurs weiterhin unter dem 100-Perioden Simple Moving Average (SMA) bei 79,55 USD und dem 200-Perioden SMA bei 81,62 USD gedeckelt bleibt. Die Erholung von den Tiefs vom Dienstag ist eher eine Pause innerhalb einer breiteren Korrekturphase als eine Trendwende, während der Relative Strength Index (RSI) bei rund 49 nahe der neutralen Linie bleibt und damit auf ein unentschlossenes Momentum statt auf einen starken Richtungsimpuls hindeutet.
Auf der Oberseite ergibt sich der erste Widerstand an der horizontalen Barriere, die zuvor ein Unterstützungsniveau war, nahe 77,40 USD, vor dem 100-Perioden SMA bei 79,55 USD und dem 200-Perioden SMA bei 81,62 USD, wo eine dichte Angebotszone weitere Erholungsversuche wahrscheinlich begrenzen dürfte. Auf der Unterseite liegt die nächste relevante Unterstützung beim vorherigen Tief um 73,51 USD, und ein nachhaltiger Bruch unter dieses Niveau würde die vorherrschende bärische Struktur bestätigen und den Weg für weitere Verluste öffnen.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
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