- USD/CHF steigt, da der US-Dollar an Wert gewinnt, möglicherweise bedingt durch eine technische Korrektur.
- Trumps Einfuhrzoll auf Stahl und Aluminium stieg auf 50%, wirksam ab 04:00 GMT.
- Die jüngsten Schweizer Daten verstärkten die Wahrscheinlichkeit, dass die SNB im Juni eine Zinssenkung um 25 Basispunkte vornimmt.
USD/CHF bleibt für die zweite aufeinanderfolgende Sitzung stärker und notiert während der asiatischen Handelsstunden am Mittwoch bei etwa 0,8240. Der US-Dollar gewinnt weiterhin an Boden gegenüber seinen Mitbewerbern, möglicherweise aufgrund einer technischen Korrektur. Allerdings könnte der Trend „Sell America“ den Aufwärtstrend des Greenbacks und des Paares begrenzen.
Händler warten auf das mögliche Treffen von US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping zur Lösung von Handelsstreitigkeiten. Jede positive Entwicklung im Zusammenhang mit den US-chinesischen Handelsstreitigkeiten könnte die Marktstimmung verbessern. Allerdings haben die beiden größten Volkswirtschaften der Welt sich kürzlich gegenseitig beschuldigt, den zuvor in diesem Monat erzielten Zollwaffenstillstand zu verletzen.
Auf der US-Datenfront verzeichnete die Job Openings and Labor Turnover Survey (JOLTS) im April 7,39 Millionen neue Stellen, höher als die 7,2 Millionen offenen Stellen im März. Diese Zahl lag überraschend über den Markterwartungen von 7,1 Millionen.
Die Ergebnisse der Umfrage zum US ISM Services Purchasing Managers Index (PMI) werden am Mittwoch veröffentlicht, und eine leichte Erholung der Stimmung unter den Geschäftsbetreibern wird erwartet. Händler werden ihren Fokus auf den US Nonfarm Payrolls (NFP) Bericht für Mai richten, der voraussichtlich 130.000 Stellenzuwächse zeigen wird.
Allerdings könnte das Aufwärtspotenzial des USD/CHF-Paares eingeschränkt sein, da der Schweizer Franken (CHF) möglicherweise Unterstützung durch Zuflüsse in sichere Häfen angesichts wachsender globaler wirtschaftlicher Unsicherheit erhalten könnte. Trumps doppelter Einfuhrzoll auf Stahl und Aluminium, der von 25% auf 50% erhöht wurde, trat am Mittwoch um 04:00 GMT in Kraft.
Daten zeigten am Dienstag, dass der Schweizer Verbraucherpreisindex (VPI) im Mai im Jahresvergleich um 0,1% gesunken ist und damit unter die Zielspanne der Schweizerischen Nationalbank (SNB) von 0-2% fiel, was den ersten deflationären Wert seit März 2021 markiert.
Die Daten vom Montag zeigten, dass das BIP der Schweiz im ersten Quartal um 0,5% im Vergleich zum Vorquartal gewachsen ist, was eine Verbesserung gegenüber den revidierten 0,3% im vierten Quartal 2024 darstellt. Allerdings blieb die Schweizer Wirtschaft hinter den vorläufigen Erwartungen von 0,7% Wachstum zurück. Händler erwarten, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) eine Zinssenkung um 25 Basispunkte vornimmt, wodurch der Zinssatz von derzeit 0,25% auf 0% gesenkt wird, mit der Möglichkeit, in der kommenden Sitzung in den negativen Bereich zu wechseln.
SNB FAQs
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) steuert die Geldpolitik des Landes und strebt eine jährliche Inflationsrate von unter 2 % an, um Preisstabilität zu gewährleisten.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) legt die Zinssätze fest, um die Preisstabilität zu gewährleisten. Wenn die Inflation über das Ziel hinausgeht, erhöht die SNB die Zinsen, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinsen stärken den Schweizer Franken (CHF), während niedrigere Zinsen ihn schwächen.
Die SNB greift zudem regelmäßig in den Devisenmarkt ein, um eine übermäßige Aufwertung des Schweizer Frankens zu verhindern, da ein starker Franken die Wettbewerbsfähigkeit der exportorientierten Schweizer Wirtschaft belastet. Zwischen 2011 und 2015 führte die SNB sogar eine feste Bindung des Frankens an den Euro ein, um dessen Aufwertung zu stoppen. Heute interveniert die Bank, indem sie ihre umfangreichen Devisenreserven nutzt, um Fremdwährungen wie den US-Dollar oder den Euro zu kaufen. In Zeiten hoher Inflation, insbesondere getrieben durch steigende Energiepreise, verzichtet die SNB jedoch auf Eingriffe, da ein starker Franken die Energieimporte verbilligt und so den Inflationsdruck auf Schweizer Haushalte und Unternehmen mildert.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) überprüft viermal jährlich, im März, Juni, September und Dezember, ihre geldpolitische Ausrichtung. Dabei veröffentlicht sie auch eine mittelfristige Inflationsprognose, die in den darauffolgenden Monaten das geldpolitische Umfeld maßgeblich prägen kann.
Es wird alles unternommen, um genaue und vollständige Informationen bereitzustellen. Doch mit den Tausenden zur Verfügung gestellten Dokumenten, die oft innerhalb kurzer Zeit hochgeladen werden, können wir nicht garantieren, dass keine Fehler auftreten. Jede Wiederveröffentlichung oder Weiterverbreitung von FXStreet Inhalten ist ohne die vorherige schriftliche Zustimmung von FXStreet verboten. Der Handel mit Devisen auf Margin (Verrechnungskonto) trägt ein hohes Risiko und ist möglicherweise nicht für alle Investoren geeignet. Der hohe Hebel kann gegen Sie, sowie für Sie arbeiten. Vor der Entscheidung am Devisenmarkt zu handeln, sollten Sie sorgfältig Ihre Anlageziele, Erfahrung und Risikobereitschaft prüfen. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie einen Verlust einiger oder aller Ihrer Investitionen erleiden und deshalb sollten Sie kein Geld investieren, dass Sie sich nicht leisten können zu verlieren. Sie sollten sich aller Risiken bewusst sein, die mit dem Devisenhandel verbunden sind und konsultieren Sie einen unabhängigen Finanzberater, wenn Sie irgendwelche Zweifel haben. Alle Meinungen, Nachrichten, Forschungen, Analysen, Kurse oder andere Informationen, welche diese Informationen enthalten, die von FXStreet, seinen Angestellten, Mitarbeitern oder Partnern bereit gestellt werden, sind als allgemeine Marktkommentare zu verstehen und bieten keine Anlageberatung. FXStreet übernimmt keine Haftung für irgendwelche Verluste oder Schäden, einschließlich, ohne Beschränkung auf entgangene Gewinne, die direkt oder indirekt mit der Verwendung oder im Vertrauen auf diese Informationen entstehen.
NEUESTE NACHRICHTEN
Autor wählen
Alarm bei Ripple: Diese Zahl macht XRP-Anlegern jetzt Angst
Ripple (XRP) steht massiv unter Druck. Während sich der Kryptomarkt insgesamt in einen klaren Risk-off-Modus verabschiedet, trifft es den Remittance-Token besonders hart. Am Freitag notiert XRP bei rund 1,37 US-Dollar – ein Tagesverlust von fast 5 %.
Milliardär setzt alles auf Silberpreis-Crash – mit gigantischem Gewinn
Ein Mann. Eine Wette. Fast 300 Millionen Dollar Gewinn – gegen Silber. Während viele Anleger bei Edelmetallen reflexartig auf steigende Preise setzen, geht ein chinesischer Milliardär den exakt entgegengesetzten Weg. Und liegt damit bislang spektakulär richtig.
Gold wackelt: Diese Bitcoin-Kennzahl sendet ein Warnsignal
Gold glänzt – aber Bitcoin könnte der heimliche Gewinner sein. Genau das sagt jetzt ausgerechnet JPMorgan. Und das nach Monaten, in denen Bitcoin deutlich schlechter lief als das Edelmetall. Für viele Anleger klingt das erst einmal widersprüchlich. Doch genau hier beginnt die Geschichte.
Krypto-Markt verliert 2,65 Milliarden USD, während Bitcoin auf 60.000 USD sinkt, begleitet von bärischer Stimmung
Die Bewertung des Kryptowährungsmarktes ist um 2,8 Billionen Dollar gesunken, da der Branchenführer Bitcoin (BTC) am Freitag zunächst auf 60.000 USD fiel, bevor er auf 65.000 USD schwankte.
Drei Szenarien für den japanischen Yen vor der vorgezogenen Wahl
Die neuesten Umfragen deuten auf einen dominierenden Sieg des regierenden Blocks bei der bevorstehenden vorgezogenen Wahl in Japan hin. Je größer das Mandat von Sanae Takaichi ist, desto mehr befürchten die Investoren eine schnellere Umsetzung von Steuerkürzungen und Ausgabenplänen.