• USD/CHF handelt nahe einer kritischen Widerstandszone, während die Märkte die anhaltende Tarifunsicherheit und schwache US-Wirtschaftsdaten bewerten.
  • Das Verbrauchervertrauen in den USA schwächte sich Anfang Mai ab, was Bedenken hinsichtlich der wirtschaftlichen Aussichten aufwarf.
  • Technische Niveaus deuten darauf hin, dass der Aufwärtstrend nahe 0,8540 begrenzt ist, mit starker Unterstützung um 0,8320.

Das USD/CHF-Paar handelt am Freitag höher und testet eine bedeutende Widerstandszone nahe 0,8380, während die Händler gemischte wirtschaftliche Signale aus den Vereinigten Staaten und anhaltende globale Handelskonflikte verdauen. Trotz eines moderaten Anstiegs von 0,28 % am Tag bleibt der Aufwärtstrend des Paares durch breitere Bedenken hinsichtlich der wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit der USA und der Unsicherheit über die Tarifpolitik eingeschränkt. Der US-Dollar-Index (DXY), ein Maß für die Leistung des Greenbacks gegenüber sechs wichtigen Währungen, handelt flach um 100,80 und spiegelt einen vorsichtigen Markttone wider.

Der US-Dollar findet Unterstützung, da die breitere Risikostimmung fragil bleibt. Jüngste Wirtschaftsdaten haben jedoch die Bedenken hinsichtlich der Wachstumsprognosen der USA verstärkt. Der vorläufige Verbrauchervertrauensindex der Universität von Michigan für Mai fiel auf 50,8, von 52,2 im April, was die Markterwartungen unterschreitet und einen Rückgang des Haushaltsvertrauens hervorhebt. Auch die Inflationserwartungen sind gestiegen, wobei die einjährige Prognose auf 7,3 % von 6,5 % gestiegen ist, während die Fünfjahresprognose auf 4,6 % von 4,4 % gestiegen ist, was darauf hindeutet, dass der Preisdruck zunehmend verankert wird.

Zusätzlich kamen die PPI-Daten für April schwächer als erwartet, mit einem Rückgang des Gesamt-PPI um -0,5 % im Monatsvergleich, während der Kern-PPI ebenfalls um -0,4 % zurückging, was neue Bedenken hinsichtlich der Preissetzungsmacht der US-Unternehmen aufwarf. In der Zwischenzeit hat US-Präsident Donald Trump auf eine neue Welle von Zöllen hingewiesen, die in den nächsten zwei bis drei Wochen umgesetzt werden sollen, was die Aussichten für den globalen Handel und die wirtschaftliche Stabilität der USA weiter trübt.

Technische Analyse

Aus technischer Sicht steht USD/CHF vor einem kritischen Test bei 0,8540, was mit dem 23,6%-Fibonacci-Retracement des Abwärtstrends vom Höchststand 2022 übereinstimmt. Dieses Niveau markiert auch eine bedeutende frühere Unterstützung aus dem Jahr 2015, die Anfang dieses Jahres durchbrochen wurde, was seine Bedeutung als Widerstandszone verstärkt. Ein nachhaltiger Ausbruch über dieses Gebiet würde auf eine breitere Trendwende hindeuten, die potenziell das Mittel der Rückgänge von 2022-2025 bei 0,8706 anvisiert.

Ein Scheitern, 0,8540 zu überwinden, könnte einen tieferen Rückgang auslösen, mit unmittelbarer Unterstützung bei 0,8320, einem wichtigen langfristigen Fibonacci-Niveau, das zuvor als strukturelle Basis in 2015-2016 diente. Weitere Abwärtsziele sind 0,8185 und das langfristige Zyklustief nahe 0,7770.

Der Relative Strength Index (RSI) bleibt gedämpft und schwebt bei 37,2 im Wochenchart, was darauf hindeutet, dass das bärische Momentum nachlässt, aber weit davon entfernt ist, sich umzukehren. Das Paar testet auch seinen 10-wöchigen einfachen gleitenden Durchschnitt (SMA) nahe 0,8419, ein kritisches kurzfristiges Widerstandsniveau.

Ohne einen entscheidenden Ausbruch über 0,8540 wird USD/CHF voraussichtlich kurzfristig begrenzt bleiben, mit dem Risiko eines erneuten Verkaufsdrucks, wenn die US-Daten weiterhin enttäuschen. Das breitere technische Bild bleibt bärisch, wobei das Paar einen bestätigten Monatsabschluss über diesem Niveau benötigt, um eine Trendwende zu bestätigen.

Tages-Chart

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