- USD/CAD findet Unterstützung, da der US-Dollar aufgrund der Nachfrage nach sicheren Anlagen im Zuge der eskalierenden globalen Handelskonflikte an Stärke gewinnt.
- Fed-Vorsitzender Jerome Powell räumte die Herausforderungen bei der Einschätzung der breiteren inflationsbedingten Auswirkungen von Zöllen ein.
- Der kanadische Dollar steht unter Druck, da die Anlegerstimmung aufgrund politischer Unsicherheiten in Kanada schwächer wird.
USD/CAD versucht, sich von den jüngsten Verlusten zu erholen und wird am Freitag während der asiatischen Handelsstunden um 1,4330 gehandelt. Das Paar könnte Unterstützung finden, da der US-Dollar (USD) aufgrund der Nachfrage nach sicheren Anlagen im Zuge der steigenden globalen Handelskonflikte, die durch die Zollpolitik der USA ausgelöst werden, an Stärke gewinnt.
Der Vorsitzende der Federal Reserve (Fed), Jerome Powell, spielte die inflationsbedingten Auswirkungen von Zöllen herunter und bezeichnete sie als vorübergehend, räumte jedoch die breitere wirtschaftliche Unsicherheit ein. Während die Rezessionsrisiken zugenommen haben, deutete Powell an, dass sie relativ niedrig bleiben.
Auf der Datenseite stiegen die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Woche bis zum 15. März auf 223.000, was die Schätzung von 224.000 leicht verfehlte und die revidierte Zahl von 221.000 der Vorwoche überstieg. Unterdessen fiel der Philadelphia Fed Manufacturing Survey für März auf 12,5 von 18,1 im Februar, was einen zweiten monatlichen Rückgang in Folge markiert, jedoch über den erwarteten 8,5 bleibt.
Der kanadische Dollar (CAD) steht unter Druck, da die Anlegerstimmung aufgrund politischer Unsicherheiten in Kanada schwächer wird. Berichten zufolge könnte der neue Premierminister Mark Carney am 28. April Neuwahlen ansetzen, was Bedenken hinsichtlich der politischen Stabilität aufwirft.
Darüber hinaus wurde die Anlegerstimmung durch die Zollbedrohungen von US-Präsident Donald Trump gegenüber kanadischen Importen sowie durch bestehende Zölle auf Stahl und Aluminium gedämpft. Darüber hinaus hat die jüngste Zinssenkung der Bank of Canada (BoC) auf 2,75% die Zinsdifferenz zur Fed vergrößert, was zu Kapitalabflüssen führt.
Kanadischer Dollar FAQs
Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.
Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.
Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.
Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.
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Das sollten Sie am Freitag, den 27. Februar, im Blick behalten:
Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Woche zum 21. Februar lagen bei 212.000, unter den Erwartungen der Ökonomen von 215.000, aber leicht über dem vorherigen Wert von 208.000. Die fortlaufenden Anträge sanken ebenfalls auf 1,833 Millionen, was auf eine Stabilisierung der Arbeitsmarktbedingungen hinweist.