In einem Bloomberg Interview bemerkte Marko Kolanovic, Stratege von JPMorgan Chase & Co., dass die Risiken für den S&P 500 Index nach wie vor nach oben tendieren, da die Anleger das Virus und die Wahlrisiken falsch bewerten.
Wichtige Zitate
"Während sich die Gewinnerwartungen während der Coronavirus-Pandemie verschlechtert haben, was das Kurs-Gewinn-Verhältnis des S&P 500 auf ein 20-Jahreshoch drückte, sehen Aktien im Vergleich zu Anleihen inmitten des wirtschaftlichen Aufschwungs billig aus."
"Das könnte Vermögensverwalter wie Pensionsfonds dazu ermutigen, ihre Vermögensallokationen von festverzinslichen Wertpapieren auf Aktien zu verlagern."
"Von Long-Short-Hedge-Fonds bis hin zu computergesteuerten Händlern ist die Aktienpositionierung unter dem üblichen Niveau geblieben."
"Sollten ihre Aktienbestände den historischen Mittelwert erreichen, würde dies eine zusätzliche Aktienpositionierung von 400 Milliarden Dollar bedeuten, die "den breiten Markt leicht auf neue Höchststände treiben könnte."
"Viele Anleger haben nicht an der Aktienrallye teilgenommen. Das Argument gegen die Rallye ist, dass angesichts der Gewinnprognosen, die von Covid-19 beeinflusst wurden, Aktien im Vergleich zur Vergangenheit teuer sind."
"Was diesem Argument fehlt, ist, dass große Geldpools nicht nur innerhalb von Aktien, sondern über verschiedene Anlageklassen hinweg investieren."
"Die Manager kaufen Mega-Cap-Tech- und Momentum-Aktien, während sie kleinere zyklische und Value-Aktien leerverkaufen. Dieser Handel wird zum Teil von der Markterwartung getrieben, dass sich die Covid-19-Pandemie verschlimmern (oder nicht besser werde) und zu dauerhaften Verschiebungen in der Wirtschaft führen wird."
"Wir sind der Meinung, dass der Markt keines dieser Ereignisse richtig bewertet, eine Neubewertung dieser Ereignisse könnte zu einem raschen Ausverkauf der Dynamik und einer Value-Rallye führen."
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Das sollten Sie am Freitag, den 20. Februar, im Blick behalten:
Der US Dollar Index behält sein bullisches Momentum bei und schwankt nach dem Erreichen seines höchsten Niveaus seit fast einem Monat am Donnerstag nahe 98,00. Die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes für Februar aus Deutschland, der Eurozone, dem Vereinigten Königreich und den USA werden am Freitag im Wirtschaftskalender aufgeführt. Noch wichtiger ist, dass das US Bureau of Economic Analysis die erste Schätzung der Wachstumsdaten des Bruttoinlandsprodukts für das vierte Quartal sowie die Zahlen zum Preisindex für persönliche Verbrauchsausgaben für Dezember veröffentlichen wird.