• Silber legte angesichts sinkender Ölpreise nach einem teilweisen Deal zur Straße von Hormus zu, was die Inflationssorgen dämpfte.
  • Kühler als erwartet ausgefallene US-ADP-Daten zu den privaten Beschäftigten unterstützten Edelmetalle zusätzlich, da sich die Zinserwartungen verschoben.
  • Ein konstruktiver 14-Tage-RSI und ein unterstützender Fed Sentiment Index signalisieren ein solides, stetiges positives Momentum für den Vermögenswert.

Der Silberpreis (XAG/USD) zeigt sich am vierten Tag in Folge fester und notiert während der asiatischen Handelsstunden am Donnerstag bei rund 62,20 USD je Feinunze. Der Preis des zinslosen Silbers gewinnt an Dynamik, nachdem die Nachricht über eine Vereinbarung zur teilweisen Wiedereröffnung der Straße von Hormus die Ölpreise nach unten gedrückt und damit die breiteren Marktsorgen hinsichtlich Inflation und Zinsausblick deutlich gemildert hat.

Die Entwicklung folgt darauf, dass Iran und Oman eine Einigung über eine vorübergehende Schifffahrtsroute durch die strategisch wichtige Wasserstraße erzielt haben, was die globalen Erwartungen an höhere Energieflüsse aus dem Nahen Osten stärkt. Eine gemeinsame Erklärung beider Länder befindet sich derzeit in der finalen Ausarbeitung. Während die vorgeschlagene Route voraussichtlich zwei bis vier Monate in Betrieb sein soll, stellte Teheran klar, dass diese Regelung keine vollständige Wiedereröffnung der Meerenge darstellt.

Öl-Timespreads unterstreichen spekulativen Druck statt schwächerer Fundamentaldaten

Laut TD Securities deutet die aktuelle Struktur des Ölmarktes darauf hin, dass die jüngsten Preisbewegungen eher von Positionierungen als von einer wesentlichen Veränderung der zugrunde liegenden Angebots-Nachfrage-Dynamik getrieben werden. Die Strategen heben hervor, dass „dieses Mal die Timespreads deutlich stärker bleiben, was das klarste Signal dafür ist, dass spekulative Flüsse, die Schlagzeilen hinterherjagen, die Hauptarbeit leisten und nicht eine Lockerung der Fundamentaldaten“. Ihrer Ansicht nach untermauert die Robustheit der Timespreads die Botschaft der physischen Flüsse, dass der Rohölmarkt fundamental weiterhin angespannt bleibt, auch wenn Schlagzeilenrisiken und spekulative Aktivitäten den täglichen Preisverlauf überproportional beeinflussen.

Unterdessen sorgten Wirtschaftsdaten aus den USA für zusätzliche Marktdynamik. Am Mittwoch veröffentlichte ADP-Daten zeigten, dass die Beschäftigung im privaten Sektor der USA im Juli nur um 44.000 Stellen gestiegen ist, ein deutlicher Rückgang gegenüber den im Juni hinzugekommenen 98.000 Stellen und klar unter dem Marktkonsens von 70.000. Da die Abkühlung des Arbeitsmarkts im Fokus steht, richten Händler ihre Aufmerksamkeit nun auf die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe am Donnerstag und den NFP-Bericht am Freitag.

Cook von der Fed warnt vor Inflationsrisiken, hält die Option einer Zinserhöhung aber an Bedingungen geknüpft

Die Rede von Fed-Vertreterin Cook erzielt beim FXS Speechtracker 7,2/10 und liegt damit leicht über dem historischen Durchschnitt von 6,5/10, was auf einen etwas entschlosseneren Ton im Vergleich zum etablierten Baseline-Szenario hindeutet. Die Äußerungen verbinden die Anerkennung eines robusten Arbeitsmarkts und einer widerstandsfähigen Expansion mit einer klaren Betonung, dass die Inflationsrisiken die Sorgen um den Arbeitsmarkt übersteigen, und unterstreichen damit das feste Bekenntnis zur Wiederherstellung der Preisstabilität, während Zinserhöhungen davon abhängig bleiben, dass der Disinflationstrend nicht wieder auftaucht. Insgesamt tendiert die Botschaft bei den Inflationsrisiken hawkish, geht jedoch nicht so weit, sich im Voraus auf eine baldige Straffung festzulegen, was den Dollar stützt und für risikoempfindliche Vermögenswerte insgesamt vorsichtig ist.

Der FXS Fed Sentiment Index fiel um 1,93 Punkte auf 140,92 und signalisiert damit einen moderaten Rückgang der wahrgenommenen Hawkishness nach der Rede. Trotz des Rückgangs liegt der Index weiterhin deutlich über der neutralen Marke von 100, was zeigt, dass die Kommunikation der Fed weiterhin klar im hawkischen Bereich bleibt, auch wenn der unmittelbare Straffungsimpuls laut FXS Fed Sentiment Index und FXS Speechtracker leicht nachlässt.

Technische Analyse: XAG/USD legt angesichts vorherrschender bullischer Tendenz zu

XAG/USD notiert bei rund 62,20 USD. und hält eine kurzfristig bullische Tendenz aufrecht, da der Kurs über dem Neun-Tage-Exponential Moving Average (EMA) bei 59,76 USD steigt, während er weiterhin unter dem 50-Tage-EMA bei 62,69 USD handelt, der den Aufwärtstrend vorerst begrenzt. Der 14-Tage-Relative-Strength-Index (RSI) bei 56,81 ist konstruktiv ausgerichtet und deutet auf ein solides positives Momentum hin, während der FXS Fed Sentiment Index bei 140,92 darauf hindeutet, dass die breitere makroökonomische Stimmung eher unterstützend als euphorisch bleibt.

Auf der Oberseite wird der unmittelbare Widerstand durch den 50-Tage-EMA bei 62,69 USD definiert; ein klarer täglicher Schlusskurs über dieser Barriere würde den Weg zu den nächsten strukturellen Hürden bei 90,03 USD und 96,62 USD öffnen, auch wenn diese Niveaus im aktuellen Handelsumfeld noch weit entfernt sind. Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung beim Neun-Tage-EMA bei 59,76 USD, vor der horizontalen Untergrenze bei 55,63 USD.

Chart Analysis XAG/USD
XAG/USD: Tages-Chart

(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)

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