Das Global-Economics-&-Markets-Team von Rabobank RaboResearch verweist auf das wachsende Interesse von Zentralbanken an Gold, da die globale Unsicherheit zunimmt und die Abkehr vom US-Dollar voranschreitet. Dem Bericht zufolge holen Notenbanken ihre Goldbestände zunehmend aus dem Ausland zurück, anstatt sie dort zu lagern, und rechnen in den kommenden fünf Jahren mit einem weiteren Anstieg ihrer Reserven. Zudem wird auf einen spektakulären Golddiebstahl verwiesen, der sensible Geheimdienstprogramme offenlegen könnte.
Zentralbanken bauen Goldreserven aus
„Vor diesem Hintergrund verweist die Financial Times auch auf die Frage: ‚Die Welt ist gefährlicher geworden. Warum sind Risiken günstiger?‘ Damit wird hervorgehoben, dass immer mehr Kapital in Absicherungen fließt – begünstigt durch hohe Renditen und geringe Volatilität (gemessen an unserem aktuellen Umfeld!) –, was bei einigen Beobachtern Sorgen über mögliche Fehlbewertungen auslöst.“
„Traditionell mussten sie sich darüber keine Sorgen machen, weil die Zentralbanken zur Stelle waren, um die Lage zu retten. Doch derzeit haben diese Ritter in glänzender Rüstung viele andere Dinge, um die sie sich kümmern müssen – etwa Schwerter und Rüstungen. Bleibt ihnen unter diesen Umständen überhaupt noch Spielraum, einfach weiter zu lockern?“
„Dazu passt auch ein Bericht des Wall Street Journal mit der Schlagzeile: ‚Ein Goldraub im Wert von 40 Millionen Dollar könnte streng geheime Spionageprogramme der CIA offenlegen‘. Gleichzeitig stellt die Financial Times fest, dass Zentralbanken angesichts wachsender globaler Unsicherheit ihr Gold zurück ins eigene Land holen, statt die Bestände in anderen Staaten zu lagern. Nikkei Asia berichtet zudem, dass Zentralbanken mit weiter steigenden Goldreserven rechnen, während die Entdollarisierung voranschreitet. In einer entsprechenden Umfrage gehen 84 Prozent der Befragten davon aus, dass diese Bestände in den kommenden fünf Jahren weiter zunehmen werden.“
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